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Arbeitsmarkt

2019-03-22
Seminar zur Fachkräftegewinnung erfolgreich
© DStGB
Die Frage, wie Wirtschaftsförderer zukünftig die Fachkräftegewinnung unterstützen können, stand im Zentrum eines erfolgreichen Seminars des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und der Agentur ExperConsult. Die Generation Y und Z haben klare Vorstellungen an ihre Arbeitgeber, auf die Unternehmen und Wirtschaftsförderer eingehen müssen. Für ein zukunftsgerichtetes Fachkräftemarketing ist sowohl die Kooperation mit den Schulen als auch die Werbung für die Region wichtig.

Am 14.03.2019 fanden sich in Berlin zu dem von DStGB und ExperConsult organisierten Seminar „Fachkräftemarketing in der kommunalen Wirtschaftsförderung – Von Erfolgreichen profitieren“ mehr als 80 Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, Wirtschaftsförderungen und Unternehmen zusammen, um über die Herausforderungen der Fachkräftegewinnung zu diskutieren. Diese stellt gerade in Zeiten der Vollbeschäftigung eine große Herausforderung für Arbeitgeber und Regionen dar.

Best-Practice im Fokus

In diesem Best-Practice Seminar wurde klar, dass es zum einen erforderlich ist, frühzeitig in den Schulen für die eigene Region zu werben. Die kommunale Wirtschaftsförderung kann hier Mittler sein und muss gerade die Schulen als Multiplikatoren mit den Unternehmen zusammenbringen. Bei allen ergriffenen Maßnahmen sind ein langer Atem und Kontinuität genauso wichtig wie die politische Rückendeckung der Wirtschaftsförderung zur Fachkräftegewinnung.

Insgesamt gilt es, klassische Plattformen wie Ausbildungs- und Berufsmessen zu nutzen oder zu etablieren und natürlich digitale Plattformen – auch mit regionalem Fokus – zu nutzen. Nur durch einen umfassenden Ansatz können die vielen „Hidden Champions“ in den Regionen bei der Gewinnung von Fachkräften dauerhaft unterstützt werden.

Bewährt hat sich dabei vor allem, dass nicht die Personalabteilungen ihre Unternehmen vorstellen, sondern deren Auszubildende und Berufsanfänger, da so ein adressatengerechteres Vorgehen möglich ist.

„Digital Natives“ mit neuen Anforderungen

Gerade für die Digital Natives, also die Fachkräfte der Generationen Y und Z, ist der Arbeitsplatz von besonderer Bedeutung. Allerdings umfasst das Anforderungsprofil der Fachkräfte von heute und morgen auch eine gute Work-Life-Balance und eine attraktive Region mit umfassende Freizeitangeboten. Gerade auf diese Anforderungen müssen Unternehmen zukünftig in ihren Stellenausschreibungen eingehen, um auch zukünftig ausreichende Bewerbungen zu generieren.

Anmerkung des DStGB

Angesichts des demographischen Wandels wird das Fachkräftemarketing für Unternehmen – gerade im Mittelstand – immer wichtiger. Gerade in Zeiten der Vollbeschäftigung müssen sich Arbeitgeber und Regionen attraktiv aufstellen, um die Fachkräfte und ihre Familien für den Standort zu gewinnen und Perspektiven jenseits der Metropolen aufzuzeigen. Hier hat der DStGB die Erwartung an die Kommission Gleichwertige Lebensverhältnisse, zur Sicherung der Fachkräfte attraktive Lebensbedingungen in allen Regionen zu schaffen. Von der schnellen Internet-, 5G- und ÖPNV-Anbindung, über eine gute medinische Versorgung bis hin zur Unterstützung bei der Pflege sowie attraktiven Freizeitangeboten. 

In dem Best-Practice Seminar wurde auch deutlich, dass es erforderlich ist, frühzeitig in den Schulen für die eigene Region und ihr spezifisches Angebot an Arbeitsplätzen zu werben. Für eine erfolgreiche Strategie ist die Vernetzung aller Akteure erforderlich: Kommunen, Wirtschaftsförderung, Jugendhilfe, Unternehmen. So kann es gelingen, Perspektiven für die Jugendliche aufzuzeigen und die Quote der Schulabbrecher, die Bundesweit annähernd 6 Prozent beträgt, zu senken.  Bei allen ergriffenen Maßnahmen, so zeigten etwa Beispiele aus der Stadt Luckenwalde, der Gemeinde Edewecht oder dem Landkreis Freyung-Grafenau, sind ein langer Atem und Kontinuität genauso wichtig, wie die Rückendeckung der Wirtschaftsförderung durch die Kommunalpolitik.

(Foto: © DStGB)

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