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Stadt & Gemeinde digital
„Sozial.Staat.Reform.“
Mittlerweile ist der zweite „Herbst der Reformen“ angebrochen. Das nehmen wir zum Anlass, um mit der aktuellen Ausgabe der „Stadt und Gemeinde digital“ (4/2026) auf die Reform des Sozialstaats zu blicken. Laut Bundessozialministerin Bärbel Bas soll dieser „Sozialstaat auf der Höhe der Zeit“ digitaler, transparenter und schneller sein: „Ich wünsche mir eine Sozialverwaltung, die Neues ausprobiert, Digitalisierung als Chance begreift und auch bereit ist, langjährige Routinen und Abläufe auf den Prüfstand zu stellen“, schreibt die Ministerin in ihrem Beitrag.
Dr. Verena Staats vom Deutschen Verein unterstreicht die Bedeutung einer Sozialstaatsreform, die viel mehr sei als eine Entscheidung über Verwaltungsverfahren: „Wo Bürger*innen erleben, dass der Staat ihnen nicht verlässlich zur Seite steht, verlieren sie das Vertrauen in seine Handlungsfähigkeit.“ Sie begrüßt vor allem die digitalen Aspekte ausdrücklich: Durchgehende Ende-zu-Ende-Digitalisierung der Antrags- und Verwaltungsverfahren, verbindliche IT-Standards, zentrales Sozialportal.
Auch Marc Elxnat, Beigeordneter des DStGB, lobt die Vorschläge der Sozialstaatskommission; diese reichen seiner Meinung nach allerdings nicht aus: „Es braucht eine Debatte darüber, welche Leistungen sinnvoll auf welcher Ebene erbracht werden müssen und ob das Ziel von bestimmten Leistungen nicht auf andere Weise besser erreicht werden kann.“
Eine andere Perspektive auf die aktuellen Reformdebatten und die praktische Umsetzung bringt Jennifer Hansen von Phineo mit ihrem Beitrag „Vom Papiertiger zur gelebten Praxis“ zur Wirkungsorientierung ein: „Kommunen werden auch künftig mit knappen Ressourcen, widersprüchlichen Erwartungen und komplexen Aufgaben umgehen müssen. Wirkungsorientierung kann die Bedingungen nicht auflösen. Sie kann aber helfen, mit ihnen bewusster umzugehen und Prioritäten klarer zu setzen.“
Apropos knappe Ressourcen: In seinem Editorial verweist DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. André Berghegger auf die alte Weisheit, dass jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann. Allein das Sondervermögen reiche jedenfalls nicht aus, um alle Herausforderungen der aktuellen Zeit bedienen zu können: „Es ist Zeit, dass der Bund Farbe bekennt, in welchen Bereichen die Kommunen auch von den verbliebenen 400 Mrd. Euro aus dem Sondervermögen profitieren werden.“
Auch in der Ausgabe 04/2026:
- DStGB-Pressestimmen zum Hitzesommer, der Klimafolgenanpassung, zur Waldbrandprävention und kommunaler Resilienz als Baustein für nationale Sicherheit
- Neues aus dem OZG: Sportstättenbelegungsmanagement für die kommunale Sportinfrastruktur
- European Digital Innovation Hubs – Unterstützung für Städte & Gemeinden bei KI, Cybersicherheit & der digitalen Verwaltung
- KI-gestütztes Mobilitäts- und Verkehrsmanagement
- Interview mit Dr. Wolfgang Oels über Ecosia – die Suchmaschine, die Bäume pflanzt
- Lokale Partnerschaften, globale Wirkung: Lehren aus Lamspringe und Amahlathi
- Und Vieles mehr…
Nicht zuletzt: Unter dem humorvollen Motto „Die Gemeinde(un)ordnung der Schlümpfe“ lud das Europabüro des DStGB zur traditionellen historischen Veranstaltung in Brüssel ein. Der Vortragende und Autor der aktuellen Ausgabe, Priv.-Doz. Dr. Dr. Grischka Petri, zieht aus den Erzählungen der Schlümpfe überraschende Bezüge zu politischen und gesellschaftlichen Gemeindemodellen zog. „Bei den Schlümpfen gilt der Gleichheitssatz. Des Weiteren beruht die Schlumpfordnung darauf, nicht zu viel Neid und Egoismus zuzulassen.“
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