Nr. 40 - Genossenschaften –Miteinander von Bürgern, örtlicher Wirtschaft und Kommunen

Bürgermeister, Gemeinderäte und Bürgerinitiativen sowie Vertreter der Kommunal- und Genossenschaftsverbände waren sich nach einem Workshop des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes e.V. (DGRV) zum Thema „Übernahme öffentlicher Aufgaben in Form von Genossenschaften“ einig darüber, dass die Möglichkeiten und Vorteile des Genossenschaftsmodells noch viel zu unbekannt sind. Sie sollten deutlicher in die Diskussion um die zukünftige Gestaltung von Aufgaben im öffentlichen Interesse eingebracht werden. Die vorliegende Dokumentation der Workshopergebnisse und insbesondere die innovativen Beispiele neuer Genossenschaften sollen dazu beitragen, die gleichermaßen traditionelle wie innovative Rechts- und Organisationsform der eingetragenen Genossenschaft stärker als bisher in die Diskussionen über die Zukunft bürgerschaftlichen Engagements und der Verantwortung der örtlichen Wirtschaft für das Gemeinwesen zur Geltung zu bringen.

Diese Dokumentation, die in Zusammenarbeit von DGRV und DStGB erarbeitet wurde, soll dazu anregen, das Genossenschaftsmodell in konkrete Überlegungen zu künftigen Ausgestaltungen kommunaler Aufgaben mit einzubeziehen. Dabei ist klar, dass die Genossenschaft weder Königsweg noch Allheilmittel sein kann. Es geht nicht um einen Rückzug der Kommunen. Das Genossenschaftsmodell ist nicht die Lösung für die Finanzkrise der Städte- und Gemeinden. Vielmehr soll durch die Neudefinition der Aufgaben die zukünftige Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung der Kommunen gestärkt werden.

Die Genossenschaft kann hierzu ein innovativer und erfolgversprechender Weg sein, vorhandene Effizienzspielräume besser zu nutzen sowie zusätzliche Finanzierungsquellen zu erschließen. Dienstleistungen und Infrastrukturangebote können durch die Mitgliedschaft von Bürgern, Vereinen und örtlichen Unternehmen auf eine breite und solide wirtschaftliche Basis gestellt werden.

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