Roland Schäfer hat sich über Jahrzehnte mit unermüdlichem Engagement für die Interessen der Städte und Gemeinden in Deutschland eingesetzt – er war Kommunalpolitiker durch und durch. Seine Arbeit vor Ort in Nordrhein-Westfalen, in Berlin, Brüssel und international hat die Entwicklung unseres Verbandes nachhaltig geprägt. Im Sommer 2000 wurde er als Nachfolger von Heribert Thallmair zum ersten Mal als Präsident des DStGB gewählt. Bis zuletzt blieb Roland Schäfer dem DStGB als Ehrenpräsident eng verbunden.
Geboren in Detmold, studierte er Rechtswissenschaften und Soziologie in Bielefeld, bevor er seine berufliche Laufbahn in der Verwaltung begann. Nach Stationen bei der Bezirksregierung Arnsberg und dem Innenministerium Nordrhein-Westfalen übernahm er 1988 die Funktion des Stadtdirektors in Bergkamen. Zehn Jahre später wurde er zum Bürgermeister gewählt – ein Amt, das er über 20 Jahre mit Weitsicht und Tatkraft ausfüllte.
In einer Zeit des tiefgreifenden Strukturwandels führte Roland Schäfer Bergkamen mit klarem Kurs und Mut zu neuen Perspektiven und nachhaltiger Entwicklung. Integration, Stadtentwicklung und Verwaltungsmodernisierung waren für ihn zentrale Anliegen, die er mit großem Erfolg vorantrieb.
Auch auf internationaler Ebene war Roland Schäfer als Bürgermeister und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände ein verlässlicher Verfechter kommunaler Interessen. Er vertrat die deutschen Kommunen in zahlreichen Gremien – bis hin zur Weltunion der Kommunen (UCLG). Seine Kompetenz, seine stets freundliche Beharrlichkeit und sein diplomatisches Geschick machten ihn zu einem geschätzten Partner weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.
Wir verlieren mit Roland Schäfer nicht nur einen herausragenden Kommunalpolitiker, sondern auch einen klugen Ratgeber und einen Menschen, der stets den Dialog suchte und die Nähe zu den Menschen lebte. Roland Schäfer ist es gelungen, den Kommunen in der Bundespolitik Gehör zu verschaffen. Sein Wirken wird uns Vorbild und Verpflichtung bleiben. Wir werden Roland Schäfer stets mit tiefer Dankbarkeit und großem Respekt gedenken.
Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie und den Hinterbliebenen.
