DStGB: 10.000 Bundesfreiwillige für Städte und Gemeinden

Quelle: obs Bilddatenbank

Er betonte, dass neben den Einsatzstellen, die früher Zivildienstplätze angeboten haben,  nun zahlreiche neue Angebote entstehen können. In Bezug auf kommunale Einrichtungen kommen insbesondere in Betracht: Kindergärten, Schulen, Bibliotheken, Museen, Schwimmbäder, Sportvereine, Feuerwehren, Einrichtungen der Denkmalpflege oder auch ökologische Projekte, die z.B. bei der Energiewende immer bedeutsamer werden.

Gerade der Bildungsbereich eigne sich besonders. Hier könnten z.B. Abiturienten, die auf einen Studienplatz für die Lehrerausbildung warten, das Jahr mit einer sinnvollen Tätigkeit, die zudem als Studienpraktikum anerkannt wird, nutzen. Für zahllose fitte Senioren böten sich Möglichkeiten einer sinnstiftenden Tätigkeit und die Chance, Berufserfahrungen weiterzugeben.
Auch mancher Erwerbslose werde diese Chance nutzen können, um eine berufliche Orientierung zu finden oder auszubauen. So könnte z.B. eine Erwerbslose erste Erfahrungen in der Kinderbetreuung sammeln, um später eine Ausbildung zu absolvieren. Auch die Nachwuchsprobleme bei den freiwilligen Feuerwehren könnten so teilweise entschärft werden. Dafür spreche insbesondere, dass die Einsatzdauer sogar bis zu eineinhalb Jahre betragen kann, sodass eine Qualifizierung möglich ist. Immerhin erhielten alle Freiwilligen ein Taschengeld von bis zu 330 Euro, eine fachliche Anleitung mit Schulungen und seien sozial- und krankenversichert.
 
Die Städte und Gemeinden würden das neue Angebot annehmen und es als wichtige Chance nutzen, das freiwillige Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Gerade dieses Engagement werde in einer alternden und schrumpfenden Gesellschaft immer bedeutsamer. „Wir schließen nicht aus, dass es zwischen Städten- und Gemeinden einerseits und den Wohlfahrtsverbänden eine gewisse Konkurrenz um die Gewinnung von Bundesfreiwilligen geben kann, da die Zahl insgesamt vom Bund, der die Kosten komplett trägt, auf 35.000 Stellen begrenzt ist“, so Landsberg abschließend gegenüber der "Rhein-Zeitung".

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