Europäischer Tag des Fahrrades

1.    Deutscher Kommunalradkongress am 3. Juli in Siegburg/NRW

 „Die Förderung des Radverkehrs bietet die große Chance, den städtischen Lebensräumen eine neue Qualität zu geben. Die gegenwärtige Verkehrsinfrastruktur vieler deutscher Städte ist allerdings nach wie vor zu stark auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet. Erforderlich ist ein planerisches Umdenken. Gut ausgebaute Radwege, ausreichende und sichere Fahrradabstellanlagen und die Verknüpfung des Radverkehrs mit anderen Verkehrsträgern, vor allem dem ÖPNV, bedürfen der Verbesserung“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Dr. Gerd Landsberg.

Trotz der hohen Bereitschaft zum Radfahren ist der Radverkehr kein Selbstläufer. Nur 5 Prozent der Deutschen fühlen sich als Radfahrer sicher im Straßenverkehr – gegenüber 48 Prozent, die sich beim Radfahren unwohl fühlen oder sogar Angst haben. „Radfahren ist gut für alle - und Radfahren wollen alle. Nicht nur besonders sportliche oder wagemutige Fahrer“, sagt Burkhard Stork, Bundesgeschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Dies zeigt, dass noch erhebliche Anstrengungen erforderlich sind, um die Rahmenbedingungen für den Radverkehr zu verbessern.

DStGB und ADFC haben daher die Broschüre „Förderung des Radverkehrs in Städten und Gemeinden“ herausgegeben. Sie wird anlässlich des Europäischen Tages des Fahrrades am 02. Juni 2014 vorgestellt. Die Dokumentation beschreibt wesentliche Aktionsfelder bei der Förderung des Radverkehrs und enthält zahlreiche übertragbare Beispiele aus Städten, Landkreise und Gemeinden aus allen Teilen Deutschlands.

Den Nutzen der Radverkehrsförderung in den Kommunen stellt der 1. Deutsche Kommunalradkongress in den Mittelpunkt, den der Deutsche Städte- und Gemeindebund mit zahlreichen Kooperationspartnern am 3. Juli 2014 in Siegburg/NRW durchführen wird. Bei dem Kongress wird eine Vielzahl praktischer Fragen der Radverkehrsförderung beleuchtet:

Wie können mehr und bessere Abstellmöglichkeiten geschaffen werden? Wie kann der Radverkehr sicherer und damit attraktiver gemacht werden? Wie kann die Verbindung von Fahrrad und ÖPNV verbessert werden und wie können Wirtschaft, Einzelhandel und Tourismus in den Kommunen vom Radverkehr profitieren? – Dies sind nur einige Themen des Kongresses. Die Veranstaltung ist somit eine Informationsbörse für die Kommunalpolitik, eine Plattform für den Meinungs- und Erfahrungsaustausch unter kommunalen Praktikern und Verwaltungsmitarbeitern.

Etwa ein Drittel der Menschen fahren täglich oder mehrmals die Woche mit dem Fahrrad. Je stärker dieser Anteil steigt, desto klimafreundlicher wird der Verkehr vor Ort und umso mehr steigt die Lebensqualität.

Die Broschüre „Förderung des Radverkehrs in Städten und Gemeinden“ kann von der Homepage des Deutschen Städte- und Gemeindebundes heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung zum Kommunalradkongress „StadtRad, LandRad, GemeindeRad“ können heruntergeladen werden unter www.kommunalradkongress.de.

Ansprechpartner für weitere Informationen:

Carsten Hansen,
Tel.: 030 / 77307-243,
carsten.hansen@dstgb.de

Pressemitteilung 24-2014