"Mit dem seit heute in Hamburg geltenden Fahrverbot ist keine Lösung der Schadstoffproblematik zu erreichen. Das Verbot wird von Umleitungsstrecken auf andere Straßen begleitet und wird dazu führen, dass die Belastung nicht sinkt, sondern in anderen Straßen steigt. Vielleicht steigen sogar die Schadstoffe in der Gesamtheit an. Hier ist – wie vom Bundesverwaltungsgericht gefordert – ein sorgfältiges Abwägen von Auswirkungen und Nutzen notwendig. Aus unserer Sicht bleibt es dabei, dass mit Verboten die Probleme nicht zu lösen sind. Durch derartige Maßnahmen wird der Anschein einer Lösung erweckt und der Blick auf eine zukunftsgerichtete, konstruktive Debatte über eine nachhaltige Verkehrswende verstellt. Notwendig ist es, eine Strategie zur dauerhaften Verbesserung der Luftqualität in den Kommunen zu verfolgen, zu der auch die Automobilindustrie als Verursacher entscheiden beitragen muss. Ziel muss es sein, saubere Mobilität zu sichern anstatt den Stillstand zu organisieren."
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