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Schulen: Regelbetrieb wie vor Corona auch nach den Sommerferien noch nicht möglich

Hinzu kommt, dass bis auf weiteres damit zu rechnen ist, dass der angestrebte Regelbetrieb möglicherweise wieder unterbrochen oder zeitweise ausgesetzt werden muss, wenn ein akutes Infektionsgeschehen vor Ort entsteht. Vor diesem Hintergrund ist es erforderlich, neben räumlichen Ausweichmöglichkeiten für den Unterricht – wie etwa Vereinsheime oder auch Containerlösungen – auch zukunfts- und krisenfeste Strukturen für den digitalen Unterricht zu etablieren. Das würde auch ermöglichen, den Unterricht fortzusetzen, wenn das Infektionsrisiko vor Ort wieder steigt. Digitaler Unterricht kann aber auch bereits jetzt sinnvoll eingesetzt werden, um neben dem Präsenzunterricht Schülerinnen und Schüler mit besonderem Nachholbedarf zusätzlich zu unterstützen, aber auch, um jene Lehrkräfte, die aus gesundheitlichen Gründen keine Präsenzveranstaltungen besuchen dürfen, wieder in den Lehrplan einzubinden. Auch wenn wir alle hoffen, dass uns ein weiterer Lockdown erspart bleibt, so sollten wir auch auf örtlich begrenzte Schulschließungen besser vorbereitet sein. Hier erwarten wir von der Kultusministerkonferenz mehr Unterstützung. Gerade in der Krise muss es möglich sein, flexibel zu reagieren und neue Wege zu gehen.

Die Kultusminister sollten sich jetzt auf klare Leitlinien und eine nationale Teststrategie an Schulen verständigen. Wenn wir neue Infektionen möglichst vermeiden wollen, müssen auch in den Schulen nach wie vor so weit wie möglich Abstands – und Hygieneregeln gelten. Die Lerngruppen sollten strikt unter sich bleiben, Schulbeginn und Pausenzeiten sollten gestaffelt werden. Der DStGB spricht sich zudem dafür aus, dass nicht nur bei vorliegenden bestätigten Fällen getestet wird, sondern darüber hinaus auch stichprobenbasierte Teststrategien in Schulen durchgeführt werden.“

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