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01.06.2017
„On-Demand“ ÖPNV als Chance für ländlichen Raum?
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Die Stadt Freyung und das Unternehmen door2door haben eine Kooperation im Bereich des „On-Demand“-ÖPNV angekündigt. Das „Freyung-Shuttle“ soll ohne festen Fahrplan und ohne feste Routen auskommen und zunächst das bestehende ÖPNV Angebot ergänzen.

Die Stadt Freyung und das Unternehmen door2door haben eine Kooperation im Bereich des „On-Demand“-ÖPNV angekündigt. Das „Freyung-Shuttle“ soll ohne festen Fahrplan und ohne feste Routen auskommen und zunächst das bestehende ÖPNV-Angebot ergänzen.

Die Stadt Freyung mit seinen 7300 Einwohner liegt in Niederbayern. Die Stadt wurde in der Vergangenheit vom bayrischen Freistaat als „virtuelle Musterkommune“ gefördert und nahm bei der Einführung von modernen Verwaltungssystem eine Vorreiterrolle ein.

Voraussichtlich ab dem 15. September soll es den Bürgern in Freyung möglich sein, kleine Shuttle-Busse, die sogenannten „Freyung-Shuttle“, per App zu bestellen. Damit soll eine effiziente und umweltschonende Beförderung sichergestellt werden.

Der Bürger bestellt in der App durch Eingabe von Start-  und Zielpunkt das Shuttle und erhält sogleich die notwendigen Informationen über die Kosten der Fahrt, die Abholzeit und die maximale Fahrtzeit. Durch einen im Hintergrund laufenden Algorithmus wird der optimale Weg berechnet, um alle Mitfahrer schnellstmöglich zu ihrem Ziel zu bringen. Die Wartezeit auf die Shuttles soll zwischen acht und fünfzehn Minuten betragen.
Die Kooperation bietet aus Sicht der Stadt die Möglichkeit, das Mobilitätsbedürfnis der Bürger gerade im ländlichen Raum besser zu bedienen als mit einem klassischen ÖPNV. Die Stadt erhofft sich im Ergebnis eine Steigerung der Qualität des städtischen ÖPNV und eine Senkung der Kosten durch eine bedarfsgerechte Ausgestaltung.
Basis für das Angebot ist die von door2door entwickelte Mobilitätsplattform, die es ermöglicht neue Mobilitätsangebote zu betreiben und diese gleichzeitig in die bestehende Verkehrsinfrastruktur einzubinden.