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dokumentation Nr. 157

2020-12-01
„Kommunen innovativ“
© DStGB

Mit der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, die Daseinsvorsorge in Kommunen und Regionen durch eine nachhaltige Entwicklung zu stärken und damit zu gleichwertigen Lebensverhältnissen im ganzen Land beizutragen. Dies ist ein wichtiger Ansatz, der auch in Zukunft gestärkt werden muss.

Nicht nur die Auswirkungen der Corona-Pandemie fordern derzeit unsere Städte und Gemeinden: Demografischer Wandel, Digitalisierung, Zuwanderung und Integration, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums oder auch eine klimagerechte Stadtentwicklung: Für all diese Themenfelder müssen – bei weiterhin schwieriger Finanzlage – aus kommunaler Sicht dringend Lösungen gefunden werden. Daher ist es zu begrüßen, dass im Rahmen der Fördermaßnahme Städte, Gemeinden und Landkreise aktiv als Forschungspartner und im Schulterschluss mit wissenschaftlichen Einrichtungen, Vereinen und Unternehmen an neuen Lösungen für die Zukunft arbeiten.

An insgesamt 30 Forschungsvorhaben haben sich kleinere Gemeinden ebenso wie größere Städte beteiligt. Diese Projekte haben ihre Arbeiten nun abgeschlossen und stellen ihre Ergebnisse auch für andere Kommunen bereit. Gerade die Darstellung guter Praxisbeispiele ist ein wichtiges Instrument, um für innovative Entwicklungen auch in anderen Kommunen zu werben.

Die Themenliste ist hierbei lang: sie reicht von Mobilität, der Entwicklung grüner Infrastrukturen, Formen der interkommunalen Zusammenarbeit, der Bildung neuer Kooperationen und Netzwerke bis hin zur Stärkung der Innenstädte und Ortskerne. Gerade Letzteres ist ein wichtiges Anliegen, denn die Zukunft der Innenstädte und Ortskerne steht – nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie – zunehmend auf dem Spiel. Innenstädte und Ortskerne sind die Visitenkarte einer Kommune. Ziel muss es daher sein, Innenstädte und Ortskerne als Orte der Nutzungsvielfalt, Kommunikation und Lebensqualität zu erhalten und weiter zu stärken. Hierzu ist es erforderlich, unter Beachtung vorhandener Innenentwicklungspotentiale gemeinsam mit allen Innenstadtakteuren und der Bürgerschaft kreative Konzepte zu entwickeln.

Die vorliegende Dokumentation, die gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) sowie dem BMBF erstellt wurde, zeigt insoweit spannende Handlungsansätze auf. Sie präsentiert die Ergebnisse aktueller Forschungsprojekte, die Städte und Gemeinden beim Umgang mit den Auswirkungen des demografischen Wandels unterstützen können. Hierbei wird deutlich, dass es vielfach keiner neuer Planungsinstrumente und Regelungen, sondern vielmehr der Kreativität und Innovation beim Einsatz dieser Instrumente bedarf. Die Dokumentation ist damit eine wertvolle Hilfestellung für die kommunale Praxis.

Foto: © DStGB

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