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01.10.2012
Nr. 110 - Lebensräume zum Älterwerden

Selbst bestimmt und doch umsorgt. Die Idealvorstellung der meisten Menschen vom Wohnen im Alter zielt auf eine möglichst lange Eigenständigkeit und auf ein Leben in einem kommunikativen Umfeld. Mit dem demografischen Wandel werden sich auch die Lebensbedingungen älterer Menschen wandeln.

Es wird besonders darum gehen, möglichst allen Menschen die Teilhabe an den sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Angeboten, ein gesundes, sicheres Wohnen und eine umfassende Integration an ihrem Wohnort zu ermöglichen. Deshalb müssen die Kommunen Quartiere – überschaubare Nachbarschaften in den Städten ebenso wie gewachsene Gemeinden im Umland und im ländlichen Raum – als Handlungsebene neu verstehen, in die Planung einbinden und als wichtige Basis des Zusammenwirkens aller Beteiligten betrachten.

Ein Instrument für eine gezielte Umsetzung sind neue Quartierskonzepte, die unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und ihre Bedürfnisse in den Blick nehmen, darunter gezielt auch die in diesen Quartieren älter werdenden Menschen. Zu den damit verbundenen Aufgaben gehört es, quartiersinterne Infrastruktur zu erhalten, neue Netzwerke zu entwickeln, die Versorgungssicherheit auszubauen und mit neuen Ansätzen ein generationenübergreifendes Wohnen zu stärken.

Dass dies machbar ist, wenn ein kleinräumiger Organisationsansatz, Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger und ein Mix aus Prävention, Anleitung und Übernahme von Dienstleistungen im Quartier angeboten wird, zeigen die dargestellten Beispiele.