„Mit Sicherheit!“
„Sicherheit entsteht nicht durch zentrale Entscheidungen, sondern durch funktionierende Strukturen vor Ort“ – so formuliert es Andy Grote, Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg und Vorsitzender der Innenministerkonferenz, in seinem Beitrag zur zivilen Verteidigungsfähigkeit. Grote mahnt an, dass angesichts der veränderten Lage das Nebeneinander einzelner Zuständigkeiten für eine umfassende Sicherheitsvorsorge nicht mehr ausreiche. Was hilft? Eine eng verzahnte und leistungsstarke Gesamtverteidigung, in der militärische und zivile Vorsorge ineinandergreifen.
Aus Krisen für den Ernstfall lernen – Timm Fuchs und Alexander Averhoff vom DStGB plädieren für eine Umsetzung des Paktes für den Bevölkerungsschutz auf Augenhöhe insbesondere mit der kommunalen Ebene – einschließlich einer klaren Einigung über die Finanzierung: „Wenn der Staat das Thema Krisenvorsorge sichtbar ernst nimmt, sendet er damit auch ein glaubwürdiges Signal an die Bevölkerung zur Eigenvorsorge.“
André Bodemann, Kommandeur Territoriale Aufgaben und Stellvertreter des Befehlshabers des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr, zeigt den Kommunen auf, wie sie in Anlehnung an den Operationsplan Deutschland ihre Resilienz im eigenen Bereich stärken können. Auch die Städte und Gemeinden müssen sich darauf einstellen, dass im Ernstfall die Bundeswehr auf Amtshilfe durch zivile Stellen zurückgreifen muss.
Für den ASB Bundesverband spielen Sandra Haske, Johanne Peter und Michael Schnatz die Chancen und Herausforderungen einer neuen Wehrpflicht durch. Dabei machen sie vor allem auf die Bedarfe eines funktionierenden Ehrenamtes aufmerksam: „Es braucht ein nationales Krisenmanagement, eine tiefgreifende Freistellungsregelung des Ehrenamtes für nationale Lagen und eine verbesserte Ausstattung.“
Leben an und mit dem Fluss - Bürgermeister der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Guido Orthen, berichtet zum Hochwasserschutz und der Gewässerwiederherstellung an der Ahr nach der verheerenden Flutkatastrophe. Beim Wiederaufbau stehen Klimaresilienz und Hochwasserschutz besonders im Fokus. Allerdings: Überbordende Bürokratie und umfangreiche Genehmigungsverfahren bremsen einen wirksamen Hochwasserschutz aus.