Ausgangspunkt der Beratungen war ein von den Kulturministerinnen und Kulturministern der Länder in der Kulturministerkonferenz erarbeitetes Empfehlungspapier zur Zukunft des kulturellen Erbes. Es beschreibt zentrale Herausforderungen für den Erhalt, die Weiterentwicklung und die Vermittlung kulturellen Erbes und benennt mögliche Handlungsfelder für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Ebenen. Zum kulturellen Erbe zählen dabei unter anderem historische Bauwerke und Denkmäler, Museen und Sammlungen, Archive und Bibliotheken sowie archäologische Stätten. Das Papier dient als Grundlage für den nun begonnenen Abstimmungsprozess zwischen Bund, Ländern und Kommunen.
Ziel ist es, auf dieser Grundlage eine gemeinsame Perspektive für den Umgang mit dem kulturellen Erbe zu entwickeln und den begonnenen Austausch in den kommenden Monaten weiter zu vertiefen.
Die Präsidentin der Kulturministerkonferenz, Katharina Binz, Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz, erklärt: „Das kulturelle Erbe steht durch Klimawandel, gesellschaftliche Veränderungen und steigende Anforderungen zunehmend unter Druck. Umso wichtiger ist es, dass Bund, Länder und Kommunen hier eng zusammenarbeiten. Mit dem Empfehlungspapier der Länder liegt eine fundierte Grundlage vor, um diesen Prozess jetzt gemeinsam weiter zu gestalten.“
Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, betont: „Das kulturelle Erbe gehört zum Fundament unseres Landes. Sein Schutz und seine Pflege sind eine dauerhafte öffentliche Aufgabe. Bund, Länder und Kommunen wollen dafür gute Rahmenbedingungen schaffen und Kulturbauten als Orte der Erinnerung und Identifikation, der Begegnung und des Zusammenhalts sichtbar machen und vermitteln.“
Marc Elxnat, Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, erklärt: „Kulturelles Erbe wird vor Ort bewahrt, gepflegt und vermittelt. Städte und Gemeinden tragen hierfür eine zentrale Verantwortung. Damit das gelingt, brauchen wir praktikable Lösungen und eine enge Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Kommunen.“
Die weiteren Gespräche zur strategischen Weiterentwicklung des kulturellen Erbes sollen auf dieser Grundlage fortgeführt werden.
Hintergrund
Die Kulturministerkonferenz der Länder hat sich seit 2024 intensiv mit der Zukunft des kulturellen Erbes befasst. Den Anstoß hierzu gab das damalige Vorsitzland Hessen. Unter dem Vorsitz von Kunst und Kulturminister Timon Gremmels war das Thema im Jahr 2024 als kulturpolitischen Schwerpunkt gesetzt worden und mit einem Kamingespräch sowie einer Fachtagung mit Vertreterinnen und Vertretern der obersten Bundes- und Landesbehörden und der kommunalen Körperschaften, der Wissenschaft, der Kulturerbepraxis und von Verbänden vertieft worden. Auf dieser Grundlage wurde das Thema in die regulären Beratungen der Kulturministerkonferenz überführt und ein Empfehlungspapier erarbeitet.
Dieses benennt zentrale Herausforderungen – darunter die Auswirkungen des Klimawandels, geopolitische Krisen, veränderte gesellschaftliche Anforderungen sowie Fachkräfte- und Finanzierungsfragen – und formuliert strategische Ansätze für den Erhalt, die Vermittlung und die Weiterentwicklung des kulturellen Erbes.
Im kulturpolitischen Spitzengespräch wurde der Austausch hierzu erstmals auf politischer Ebene gemeinsam mit dem Bund und den kommunalen Spitzenverbänden aufgenommen. Ziel ist es, auf dieser Grundlage einen längerfristigen Abstimmungsprozess zwischen den staatlichen Ebenen zu etablieren.
Das Kulturpolitische Spitzengespräch dient dem regelmäßigen Austausch zwischen Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden zu zentralen kulturpolitischen Fragen.
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