Wesentlich für die strukturelle Unterfinanzierung ist die Entwicklung bei den Ausgaben für soziale Leistungen, allen voran sind hier die Eingliederungshilfe, die Kinder- und Jungendhilfe sowie die Hilfe zur Pflege zu nennen. Neben der allgemeinen Inflation schlagen hier bundgesetzlich beschlossene Ausweitungen der Leistungen sowie der Anspruchsberechtigten durch. Das kommt alles nicht kurzfristig und nicht überraschend, aber kommunale Warnungen wurden von Bund und Länder zu lange als Schwarzmalerei abgetan. Mit der Kostenexplosion hat man die Kommunen gleichwohl allein im Regen stehengelassen.
Bund und Länder müssen endlich ihrer Verantwortung gerecht werden und die Städte und Gemeinden entlasten. Gut vorstellbar ist beispielsweise, dass Bund, Länder und Kommunen die anfallenden Kosten zu je einem Drittel tragen. So würde auch sichergestellt werden, dass alle Ebenen effizient arbeiten und an einer Gesamtkostenreduzierung interessiert sind.
