Im Bühnengespräch zwischen Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Alois Rainer, DStGB-Präsident Ralph Spiegler und dem Vizepräsidenten des Deutschen Landkreistages, Götz Ulrich, machte Ralph Spiegler deutlich, dass ländliche Räume dauerhaft auf verlässlich abgesicherte Mittel angewiesen sind. Sowohl im kommenden EU-Finanzrahmen als auch in der Gemeinschaftsaufgabe GAK müsse die Strukturförderung ländlicher Räume ausreichend berücksichtigt werden. Die LEADER-Strukturen seien eine tragende Säule der partizipativen Regionalentwicklung und unverzichtbar für starke Kommunen und demokratische Beteiligung vor Ort.
Bundesminister Alois Rainer sagte daraufhin zu, sich für die Fortsetzung von LEADER sowie für ein klar abgegrenztes Budget für die ländliche Entwicklung im EU-Haushalt einzusetzen. Dieses Bekenntnis sendet ein wichtiges Signal an Städte und Gemeinden, die sich seit Jahren mit großem Engagement in den LEADER-Regionen einbringen.
Ergänzend zeigte das Zukunftsforum anhand konkreter Praxisbeispiele, wie ländliche Entwicklung gelingen kann. Im Fachforum „Landbahnhöfe neu denken“, das der DStGB gemeinsam mit der DB InfraGOAG ausrichtete, stellten u.a. Alexandra Gauß, Bürgermeisterin der Gemeinde Windeck und DStGB-Präsidiumsmitglied, sowie Marco Waschkowski, Bürgermeister der Stadt Königsee, erfolgreiche Projekte zur Umnutzung von Landbahnhöfen vor. Deutlich wurde, dass Bahnhöfe im ländlichen Raum als Mobilitätsdrehscheiben und Orte kommunaler Identität wichtige Impulse für Ortsentwicklung, soziale Teilhabe und nachhaltige Mobilität setzen können.
Das Zukunftsforum 2026 machte erneut klar: Ländliche Räume brauchen verlässliche Förderstrukturen, gesicherte Budgets und Vertrauen in die kommunale Ebene – damit Engagement vor Ort auch künftig Wirkung entfalten kann.
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