Mit dem Fußverkehrspreis ausgezeichnet werden Projekte mit Vorbildcharakter, die bereits umgesetzt sind oder sich in der Umsetzung befinden und über Einzelmaßnahmen hinausgehen – auch kommunikative und organisatorische Ansätze sind möglich. Zusätzlich wird ein Sonderpreis unter dem Motto „Das Klima geht zu Fuß“ vergeben. Prämiert werden Projekte, die öffentliche Räume klimaangepasst und resilient gestalten, etwa durch Verschattung, mehr Aufenthaltsqualität oder Entsiegelung, und zugleich den Fußverkehr fördern. Die Preisverleihung findet am 3. April 2027 im Rahmen des Bundesweiten Umwelt- und Verkehrskongresses in Wiesbaden statt.
Der Fußverkehr gewinnt für die kommunale Mobilitätsplanung zunehmend an Bedeutung. Die aktuellen Ergebnisse der Studie „Mobilität in Deutschland 2023“ zeigen, dass der Anteil des Fußverkehrs bundesweit deutlich gestiegen ist und inzwischen mehr als jeder vierte Weg zu Fuß zurückgelegt wird. Gerade in Städten nimmt die Bedeutung attraktiver und sicherer Fußwege weiter zu. Mit den jüngsten Reformen des Straßenverkehrsrechts wurden zudem zusätzliche kommunale Handlungsspielräume geschaffen, etwa bei Fußgängerüberwegen oder Verkehrsberuhigungen.
Der DStGB unterstützt den Fußverkehrspreis Deutschland als Schirmherr. Der Wettbewerb macht sichtbar, wie Städte und Gemeinden durch gute Gestaltung öffentlicher Räume, sichere Wege und klimaangepasste Infrastruktur die Lebensqualität vor Ort verbessern können.
