Tag des Ehrenamtes

Ehrenamt verdient Respekt und Anerkennung

„Ohne die große Zahl freiwillig engagierter Bürger/innen wäre unser Land um eine Vielzahl von Sport-, Kultur-, Bildungs- und Freizeitangeboten ärmer, um soziale und gesundheitliche Hilfeleistungen, aber auch um die Mitwirkung von Bürger/innen an der Zukunftsgestaltung des Gemeinwesens. Dies zeigt sich gerade in Zeiten der Pandemie, oder auch beim Katastrophenschutz, wie wir gerade im Juli schmerzhaft feststellen mussten. Hierzu zählen auch die über 200.000 ehrenamtlichen Kommunalpolitiker/innen, die das Rückgrat unserer Demokratie bilden“, betonte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Gerd Landsberg heute anlässlich des Internationalen Tag des Ehrenamtes in Berlin.

31 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich in ihrer Freizeit, davon rund 1,8 Mio. in den Freiwilligen Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk, 2,5 bis 2 Mio. in den Diensten der Wohlfahrtspflege, 8,8 Mio. in den über 90.000 Sportvereinen vor Ort.

In den Stadträten, Gemeinde- und Stadtverordnetenversammlungen entscheiden die Ehrenamtler, wie es mit ihrer Kommune weitergeht. In vielen kleinen Orten übernehmen ehrenamtliche Bürgermeister wichtige Aufgaben in der Gemeinde neben dem Beruf.

Mit großer Sorge sehen wir immer noch die in Teilen zunehmende Verrohung der Kommunikation innerhalb unserer Gesellschaft und die ansteigende Hass- und Gewaltkriminalität. Diese richtet sich gerade auch gegen zahlreiche ehrenamtliche Kräfte, die sich tagtäglich für diese Gesellschaft einsetzen. Dies ist nicht hinnehmbar. Der Staat ist gefordert, diese Personen stärker zu schützen und auf allen Ebenen für mehr Toleranz, Zusammenhalt in der Gesellschaft. Ehrenamt verdient Respekt und Anerkennung.

Wir sind auf Menschen angewiesen, die mit ihrem Beitrag fürs Gemeinwohl den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und für andere Verantwortung übernehmen. Wir danken allen Ehrenamtlichen, die sich im Verein, in einer Organisation oder im direkten Kontakt für andere Menschen einsetzen. Diese Menschen leisten beispielsweise bei der Freiwilligen Feuerwehr, im THW, im Sport, in der Nachbarschaftshilfe oder im Integrationsbereich viel für unser gesellschaftliches Miteinander und bereichern so unser Zusammenleben. Unsere Gesellschaft ist auf dieses Engagement angewiesen.

Das Ehrenamt steht nicht nur am 5. Dezember im Blickfeld, sondern begleitet uns alle das ganze Jahr. Daher braucht es nicht nur Dank und Anerkennung, sondern auch eine Entlastung von unnötiger Bürokratie. Ehrenamt muss auch Spaß machen.

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