Statement

Sommerpause nutzen – Schulgebäude ertüchtigen – Schul-Lockdown vermeiden

Mit Sicherheit werden spätestens im Herbst aufgrund der Delta-Mutation die Infektionszahlen auch in Deutschland wieder steigen. Das ist gerade für den Schulbetrieb eine besondere Herausforderung, da ein Großteil der Schülerinnen und Schüler noch nicht geimpft sein wird und für die jüngeren (unter 12) noch gar kein Impfstoff zugelassen ist. Deswegen muss es jetzt darum gehen, die hygienischen Voraussetzungen, aber auch die organisatorischen und räumlichen Bedingungen zu verbessern, damit auch nach den Sommerferien weitgehend ein normaler Schulbetrieb möglich ist.

Die Herausforderungen an den einzelnen Schulen sind sehr unterschiedlich und auch die bauliche Situation unterscheidet sich deutlich, sodass eine Patentlösung für alle nicht vorhanden ist. Zu lösende Probleme können in Einzelfällen bisher nicht zu öffnende Fenster sein, die man umrüsten muss, um Querlüften zu ermöglichen. Auch Optimierungen von Lüftungskonzepten oder die Schaffung von größeren Klassenräumen können dazugehören. Da dies Corona bedingte Kosten sind, erwarten die Kommunen als Schulträger auch eine entsprechende finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern.

Wir warnen allerdings vor bürokratischen Förderprogrammen. Wir brauchen als Schulträger in Kooperation mit den Schulleiterinnen und Schulleitern Flexibilität, und das Notwendige und Machbare schnell auf den Weg zu bringen. Insbesondere warnen wir vor dem Irrglauben, wegen der erfreulich niedrigen Infektionszahlen sei die Pandemie vorbei und an den Schulen könne alles wie früher im Normalbetrieb laufen.

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