Pressemitteilung

Tag der Städtebauförderung am 08. Mai 2021

Die Städtebauförderung ist seit 1971 ein zentrales Instrument der Stadtentwicklungspolitik des Bundes. Gemeinsam mit den Ländern unterstützt der Bund seit 50 Jahren die Städte und Gemeinden darin, sie als Wirtschafts- und Wohnstandorte zu stärken. Mit Mitteln der Städtebauförderung werden nicht nur einzelne Plätze, Straßen und denkmalgeschützte Häuser saniert, sondern ganze Quartiere ganzheitlich entwickelt. Seit Einführung der Städtebauförderung wurden in mehr als 3.900 Städten und Gemeinden Maßnahmen mit einem Fördervolumen von rund 19,3 Mrd. Euro Bundesfinanzhilfen umgesetzt.

Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: „Die Städtebauförderung wirkt. Sie wirkt in kleinen, mittelgroßen und großen Städten, in dicht besiedelten und in ländlichen Räumen. Sie ist auch deshalb so erfolgreich, weil die Bürgerinnen und Bürger daran mitwirken. So entstehen aus Quartieren Lebensmittelpunkte, aus öffentlichen Gebäuden Orte der Zusammenkunft. Städtebauförderung stärkt so das gesellschaftliche Zusammenleben. Sie trägt dazu bei, dass sich die Menschen dort wohl und geborgen fühlen, wo sie zu Hause sind.“

Ralph Spiegler, Präsident Deutscher Städte- und Gemeindebund: „Die Städtebauförderung als Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen bleibt eines der wichtigsten Instrumente zur strukturellen Stärkung unserer Städte und Gemeinden und damit Garant für eine nachhaltige Stadtentwicklungspolitik. Ob Klimafolgenanpassung, Digitalisierung, Stabilisierung unserer Innenstädte und Ortskerne oder auch die Schaffung bezahlbaren Wohnraums: All diese Herausforderungen werden wir nur meistern, wenn unsere Städte und Gemeinden stark und handlungsfähig bleiben.“

Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages: „Seit 50 Jahren ist die Städtebauförderung zentrales Instrument, um Wohn- und Arbeitsverhältnisse in den Städten zu verbessern. Durch die Corona-Pandemie stehen die Städte vor neuen Herausforderungen. Mit mehr Wohnen, Leben, Arbeiten, Kultur, Handel, Sport und öffentlichen Einrichtungen wollen wir mehr Vielfalt in die Innenstädte bringen. Die Städtebauförderung muss diesen Wandel leistungsfähig unterstützen. Dafür brauchen wir eine zuverlässige, konstante Förderung. Und es muss weiter darum gehen, Bürokratie abzubauen.“

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Vorsitzender der Bauministerkonferenz und Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft des Freistaates Thüringen: „Der Tag der Städtebauförderung würdigt eine Erfolgsgeschichte. 3,5 Mrd. Euro wurden seit 1991 in den Städtebau in Thüringen investiert. Unser Fokus liegt auf einer sozial gerechten, ökologisch nachhaltigen und klimapolitisch verantwortlichen Stadtentwicklung. In allen Landesteilen werden Ortskerne aufgewertet, Verkehrsbelastungen gesenkt und soziale Strukturen in den Quartieren unterstützt. Ihr Erfolg beruht nicht zuletzt auf vielfachem Engagement vor Ort.“

Unter www.staedtebaufoerderung.info und unter www.tag-der-staedtebaufoerderung.de finden Interessierte umfangreiche Informationen rund um das Jubiläumsjahr – unter anderem die neue Buchveröffentlichung „50 Jahre Städtebauförderung“. Die Publikation stellt schlaglichtartig und meinungsstark Themen, Instrumente und Maßnahmen aus 50 Jahren Stadtentwicklungspolitik vor. Zugleich blickt sie auf künftige Handlungsfelder der Förderung. Videos veranschaulichen, wie Städtebauförderung funktioniert und wie sie wirkt. Der Instagram-Kanal @staedtebaufoerderung macht Städtebauförderung auch in den Sozialen Medien zum Thema. Die Ausstellung „Gemeinsam Stadt bewegen! 50 Jahre Städtebauförderung“ wird in der zweiten Jahreshälfte als Wanderausstellung an verschiedenen Orten Themen und Projekte vorstellen.

Weitere Informationen:

Erklärfilm "Städtebauförderung"