Neue Dokumentation zur Zusammenarbeit von Bundeswehr und Kommunen

Seit Gründung der Bundeswehr 1955 arbeiten Städte und Gemeinden in Deutschland eng mit den Streitkräften zusammen. Hier, vor Ort, ist die Bundeswehr zuhause, hier finden Soldatinnen und Soldaten ihre Heimat, hier entstehen Bindungen. Und deswegen überschneiden sich auch hier, an den Standorten, die Interessen der Bundeswehr mit denen der Städte, Gemeinden und Ortschaften.

Neue Stationierungskonzepte und das Aussetzen der Wehrpflicht haben dazu geführt, dass die Bundeswehr nicht mehr in jeder Region und in jeder Familie verwurzelt ist, wie es in der Vergangenheit überwiegend der Fall war. Umso wichtiger ist es, sich aktiv für die Integration der Bundeswehr und ihrer Angehörigen in die Gesellschaft einzusetzen. Auch ist sicherzustellen, dass die Bundeswehr eine Armee zum Anfassen ist und mit den Menschen an ihren jeweiligen Standorten gesellschaftlich und sozial eng verbunden ist.

Die umfangreiche Unterstützung der Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Corona-Krise sowie der Hochwasserflut im Juli 2021 in Teilen Deutschlands hat das Bild der Bundeswehr in der Gesellschaft erneut sehr positiv beeinflusst. Diese Krisen habe einmal mehr gezeigt: Die Bundeswehr hilft in der Not. Allerdings ist die Amtshilfe nicht Kernauftrag der Bundeswehr. Die Gesellschaft muss den Soldatinnen und Soldaten über die aktuelle Krise hinaus auch den Rücken für ihre eigentlichen Aufgaben stärken.

Es gibt viele Möglichkeiten für die Kommunen, ihre Solidarität und Wertschätzung für unsere Soldatinnen und Soldaten zum Ausdruck zu bringen. Sei es die Idee der Gelben Schleifen, bei der diese etwa an Rathäusern als Symbol der Verbundenheit sichtbar platziert werden, oder eine Patenschaft zwischen einer Kommune und einem Truppenteil. Gemeinsame Veranstaltungen, insbesondere gemeinsame Feste, aber auch Diskussionsformate sind wichtig, um einander kennenzulernen und zu verstehen. Aber auch das Arbeiten an gemeinsamen Herausforderungen, wie etwa Kooperationen bei Kindertagesstätten, können die Verbindung zwischen Bundeswehr und Gesellschaft vor Ort stärken.

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