Kommunen unterstützen Forderung nach Sanktionen gegen Eltern von Schwänzern - „Auch Kürzung von Kindergeld denkbar“

Quelle: Paul-Georg Meister, pixelio.de

In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag) erklärte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg: „Es ist nicht  einzusehen, warum ein Autofahrer bei einem kleinsten Parkverstoß ein Knöllchen zu bezahlen hat, Verstöße gegen die Schulpflicht aber ungeahndet bleiben oder milde belächelt werden.“ Zu wirksamen Gegenmaßnahmen zählte er  das von der Arbeitsministerin   geforderte  Bußgeld, wie es in vielen Ländern und Kommunen bereits  praktiziert werde. Aber auch  eine befristete Kürzung des Kindergeldes sei denkbar. Von   rund 65 000 Jugendlichen, die jedes Jahr keinen Abschluss schafften, seien viele regelmäßige Schwänzer. Sie hätten  keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. 

Landsberg  forderte einen Katalog unterschiedlicher  Maßnahmen. Es sei kein Kavaliersdelikt, wenn rund 300 000 Kinder und Jugendliche sich weigerten, regelmäßig den Unterricht zu besuchen.  Allerdings seien die  Ursachen des Schulschwänzens vielfältig und müssten untersucht werden. „Nicht jeder, der einmal die Schule schwänzt wird kriminell oder verlässt die Schule ohne Abschluss“, betonte der Hauptgeschäftsführer. Neben  mangelndem  Pflichtbewusstsein könnten  auch Mobbing an der Schule oder Schulängste der Grund sein.

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