Krippenausbau mit Aktionsprogramm voranbringen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund begrüßt das Vorhaben von Ministerin Schröder, einen Plan zur Beschleunigung des Krippenausbaus vorzulegen und verweist auf den Im März seitens des DStGB vorgestellten Aktionsplan Kinder finden Betreuung. In einem Interview mit der Welt Kompakt (Ausgabe vom 16. Mai 2012) sagte Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes: „Wenn alle Maßnahmen dieses Aktionsprogramms greifen, werden wir hoffentlich 2013 genügend Plätze haben“. Landsberg zufolge fehlen noch weit über 200.000 Kita-Plätze, um der vom Ministerium zugrunde gelegten Erwartung, dass für rund 39 Prozent der Unter-Dreijährigen ein Anspruch auf einen Kita-Platz angemeldet wird, nachzukommen. Zugleich verweist verweist er auch auf die Unwägbarkeiten bei dieser Planung. „Es könnten auch noch viel mehr werden“.

Landsberg betonte, dass jetzt Maßnahmen im Vordergrund stehen müssen, mit denen der Ausbau des Betreuungsangebots schnell voran getrieben werden kann. „Wir müssen es attraktiver machen, als Tagesmutter zu arbeiten“, sagte Landsberg. Er hofft, dass Schröder auch dafür werben wird, dass Tagesmütter, die nicht mehr als drei Kinder betreuen, keine Sozialversicherungsbeiträge mehr zahlen müssen. Zudem sollen die Einkünfte aus der Kindertagespflege bei der Grundsicherung für Arbeitssuchende nicht mehr angerechnet werden.

Auch erwartet Landsberg, dass speziell für die Hilfe im Bereich der Kinderbetreuung beim Bundesfreiwilligendienst mindestens 5.000 Stellen zusätzlich finanziert und bereitgestellt werden, notfalls auf zwei Jahre befristet. „Wir brauchen auch mehr Flexibilität bei den Standards“, sagte Landsberg. „Ich gehe davon aus, dass Schröder an die Länder appellieren wird, die Standards zu überprüfen, um zusätzliche Plätze schaffen zu können“. Dies gelte insbesondere für Vorgaben bei den Raumgrößen und Grundstücksflächen. Für eine begrenzte Zeit sollten notfalls auch zusätzliche Kinder in Gruppen aufgenommen werden.

Der in der Welt Kompakt erschienene Artikel kann im Internet nachgelesen werden unter: http://www.welt.de/

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