Modernisierung der Verwaltung vorantreiben

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Ob die Menschen sich in ihrer Stadt oder Gemeinde sicher fühlen, ob die Wirtschaft gute Rahmenbedingungen für Wachstum vorfindet und auf eine leistungsfähige Infrastruktur vertrauen kann, hängt ganz entscheidend von der Gestaltung durch die Verwaltung vor Ort ab“, erklärte das Geschäftsführende Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Gerd Landsberg, heute in Berlin.

So wie sich die Gesellschaft ständig verändert und weiterentwickelt, muss auch der öffentliche Dienst, um seiner Aufgaben gerecht zu werden, sich stetig modernisieren. Wenn in der Informationsgesellschaft die Bürgerinnen und Bürger zunehmend ihre Angelegenheiten über das Internet abwickeln, müssen sich die Verwaltungsvorgänge dem anpassen und entsprechend organisieren, nach dem Motto „nicht die Bürger, sondern die Daten sollen laufen“. Entsprechendes gilt für die Genehmigungsverfahren, die die Wirtschaft betreffen.

Das setzt allerdings voraus, so Landsberg, dass wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stetig weiter qualifizieren und dafür sorgen, dass der öffentliche Dienst attraktiv bleibt. 

„Die Kommunen haben in den letzten Jahren stetig Personal abgebaut und gleichzeitig das Leistungsangebot für die Menschen verbessert. Dieser Prozess wird sich so nicht fortsetzen lassen“, sagte Landsberg, „zumal die Bürgerinnen und Bürger – gerade vor dem Hintergrund der Globalisierung – sich immer mehr mit ihrer Stadt identifizieren und dort auch die Lösung ihrer Probleme und entsprechende Unterstützung erwarten.“

Ob Kinderbetreuung, bessere Schulen, Ganztagsbetreuung oder zusätzliche Bildungsangebote für Erwachsene, erster Ansprechpartner ist regelmäßig die Verwaltung vor Ort. Auch die wichtigen Fragen der Familienförderung, der Integration von Ausländern, stehen zunehmend im Blickpunkt des kommunalen öffentlichen Dienstes. 

Deshalb müssen wir auch das öffentliche Dienstrecht weiterentwickeln, die Ausbildung modernisieren, die Fortbildung verstärken, den Dienstherrenwechsel und die Kooperationen zwischen Verwaltungen erleichtern. Es bedarf weiterer Anstrengungen bei der Personalgewinnung und Personalentwicklung sowie der interkulturellen Öffnung der Verwaltungen. „Wenn wir diese Ziele im Auge behalten, dienen wir den Bürgerinnen und den Bürgern, aber auch der Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, sagte Landsberg abschließend.

Pressemitteilung Nr. 50 in 2013

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