Nahmobilität stärken, Parkflächen anpassen

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Der Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr hat deshalb auf seiner heutigen Sitzung in Elmshorn diskutiert, welche Möglichkeiten Städte und Gemeinden haben, um den öffentlichen Raum besser aufzuteilen.

„Ein wesentliches Instrument ist die Förderung von Nahmobilität. Dies bedeutet, dass die Wege zwischen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit vermehrt zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Das steigert die Attraktivität der Städte und Gemeinden, schont die Umwelt, stärkt die Gesundheit und reduziert gleichzeitig die Instandhaltungskosten im Bereich der Straßen“, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr des DStGB, Fritz Wagner, Bürgermeister der Stadt Kirn.

Es sei es besser, insgesamt weniger, dafür aber mehr geeignete Parkplätze zu schaffen. Ein weiterer Ansatzpunkt sei die Verlagerung von Parkplätzen in Parkhäuser. „Die Stellflächen in den Parkhäusern sind allerdings vielfach nicht mehr zeitgemäß, da die Fahrzeuge immer größer werden “, stellte Wagner fest. Es bestehe daher vielerorts ein erheblicher Anpassungsbedarf, der auch bei der Bemessung der Gebühren Berücksichtigung finden müsse.

Ausreichend viele Stellflächen müsse es darüber hinaus für Lkw an Bundesautobahnen geben. Weil hier nicht genügend Stellflächen vorhanden sind, weichen Lkw-Fahrer oft in angrenzende Städte und Gemeinden aus, um ihre Ruhezeiten einzuhalten. „Das verschärft nicht nur die Parkplatzsituation in den Kommunen, sondern belastet die Umwelt und stellt ein Problem für die Verkehrssicherheit dar“, so Wagner. Vor diesem Hintergrund forderte er einen konsequenten Ausbau sichere Stellplätze für LKW an den Bundesautobahnen. Der  Bund müsse die Anstrengungen zum Bau von Lkw-Parkplätzen an Autobahnen auch in der neuen Legislaturperiode konsequent weiterführen.

(DStGB-Pressemitteilung 52)