Erste Bilanz: Ein Jahr Elektromobiliäts­gesetz

Allen voran ein  beschleunigter Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur in den Kommunen ist von zentraler Bedeutung. Wer sein Auto nicht aufladen kann, wird auch keins kaufen.

Ein weiterer Schwerpunkt sollte auch bei den Fuhrparkflotten der Städte und Gemeinden vorgesehen werden. Wer uns hilft, konsequent auf E-Mobilität umzusteigen, unterstützt die Vorbildfunktion gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und leistet einen wichtigen Beitrag zur Feinstaubreduzierung in den Städten. Deutlich mehr Unterstützung wäre auch für das Handwerk und die Kleingewerblichen Logistikunternehmen sinnvoll. Sie legen häufig in den Städten viele kurze Strecken zurück und würden mit der Umstellung auf E-Mobilität einen deutlichen Beitrag für das bessere Klima in der Stadt leisten können. Insgesamt ist es gut, die E-Mobilität und die digitale Vernetzung voranzubringen, denn das sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren für den Mobilitätsstandort Deutschland. Einen Durchbruch wird die E-Mobilität erst dann flächendeckend erzielen können, wenn die Reichweite deutlich gesteigert und die Anschaffungspreise reduziert werden. Das ist eine Herausforderung der sich die deutsche Automobilindustrie noch stärker stellen muss, wenn sich nicht ihre Führungsfunktion verlieren will.

Zum Hintergrund: Das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) ist seit einem Jahr in Kraft. Die Städte und Gemeinden machen nach einer Umfrage des BR von Möglichkeiten des (EmoG) nur in sehr geringem Umfang Gebrauch. Ein Bericht zur Evaluierung ist nach dem Gesetz erst für den Sommer 2018 vorgesehen.

(Statement von Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des DStGB)

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