22. März: TAg des Wassers

Wasser ist eine unserer wichtigsten Ressourcen: Ausreichend verfügbares und unbedenkliches Trinkwasser ist von elementarer Bedeutung für die Gesundheit, Ernährung und auch für die Umwelt. Die kommunale Wasserwirtschaft ist seit Jahrzehnten der Garant für eine nachhaltige Wasserversorgung. Trinkwasser kann – anders als in anderen Ländern – in Deutschland zu jeder Zeit und an allen Orten bedenkenlos aus dem Wasserhahn getrunken werden.

Trinkwasser aus der Leitung ist aber nicht nur qualitativ hochwertig und immer verfügbar, sondern auch günstig. Jeder Bürger verbraucht durchschnittlich 122 Liter Trinkwasser pro Tag. Für sein Trinkwasser zahlt er im Monat durchschnittlich neun Euro oder umgerechnet pro Kopf und Tag lediglich etwa 30 Cent – weniger als der Preis für ein Brötchen! Damit zeigt sich: Trinkwasser - das Lebensmittel Nummer eins – wird von den kommunalen Wasserversorgern nicht nur verlässlich und in hoher Qualität zur Verfügung gestellt. Es ist auch sehr preiswert. Seit dem Jahr 2005 haben sich die Gebühren und Preise für Trinkwasser im Durchschnitt lediglich um 13 Prozent erhöht, während die Inflation um 15,5 Prozent anstieg – eine moderate Entgeltentwicklung, deutlich unterhalb der Inflationsrate!

Auch im Bereich der Abwasserwirtschaft garantieren die kommunalen Unternehmen und ihre Mitarbeiter eine umweltgerechte Abwasserbehandlung auf einem hohen Niveau. Über 10 000 kommunale Kläranlagen sorgen dafür, dass das Abwasser in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen EU-Staaten fast zu 100 Prozent nach dem höchsten EU-Reinigungsstandard behandelt wird. Zudem gilt: Mit der Entsorgung von Abwasser aus häuslichem, gewerblichem und industriellem Gebrauch wird nicht nur die Umwelt geschützt, sondern es können auch Wertstoffe, Wärme und Energie aus dem Abwasser zurückgewonnen werden. Damit bieten sich im kommunalen Abwasserbereich – wie auch im Bereich der Wasserversorgung – viele interessante berufliche Einsatzfelder mit großem Entwicklungspotenzial.

Investitionen in die Infrastruktur, neue gesetzliche Vorgaben im Wasserrecht und der demografische Wandel, verbunden mit einem stetig sinkenden Wasserverbrauch, verlangen zukünftig nach neuen und innovativen Lösungen. Auch die Elimination sogenannter Spurenstoffe (Arzneimittelrückstände; Nitrate etc.) in Gewässern steht auf der Agenda. Anstatt hierbei die Anforderungen an die kommunale Abwasserbeseitigung weiter kostenträchtig zu verschärfen, muss zukünftig noch stärker die Vermeidung „an der Quelle“ im Vordergrund stehen und bei Unvermeidbarkeit dem Verursacherprinzip Rechnung getragen werden. Dies zeigt, dass die Erhaltung der hohen Qualität der kommunalen Wasserwirtschaft eine Daueraufgabe bleibt und keine Selbstverständlichkeit ist. Erforderlich ist daher ein Zusammenwirken von Bund, Ländern und Kommunen sowie den Bürgerinnen und Bürgern, der Wirtschaft und der Landwirtschaft, denn: Der langfristige Schutz der Ressource Wasser ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die alle angeht!