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Lockdown

2021-02-10
Verlängerung Des lockdowns nachvollziehbar
© Maridav - stock.adobe.com

Die Frustration bei Menschen und Wirtschaft nimmt zu – Bundeseinheitliche Strategien bei Schulöffnung wurden in den Beschlüssen von Bund und Ländern versäumt, so Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes in einem Statement gegenüber der Rheinischen Post:

Es ist nachvollziehbar und richtig, dass sich die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten darauf verständigt haben, den Lockdown fortzusetzen. Die Infektionszahlen sind weiterhin zu hoch. Es gibt 412 Gesundheitsamtsbezirke in Deutschland und nur 123 melden zurzeit einen Inzidenzwert von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Einige Landkreise liegen sogar über 350 Neuinfektionen in einer Woche. Auch im Hinblick auf die noch kaum verfügbaren Informationen zu den Mutationen ist es deshalb richtig, den Lockdown zunächst zu verlängern, um die Zahlen weiter herunterzubringen.

Leider ist es dennoch nicht gelungen, einen umfassenden bundeseinheitlichen Plan zu entwickeln, was wann wo und wie unter welchen Voraussetzungen gelockert wird. Gerade darauf warten die Menschen, aber auch die Wirtschaft. Wenn unterschiedliche Länder jetzt unterschiedliche Stufenpläne umsetzen, wird das für die Bürgerinnen und Bürger noch unübersichtlicher. Wir brauchen kein Orchester von unterschiedlichen Stufenplänen, sondern bundeseinheitliche Leitplanken, wie es weitergehen wird. Dies gilt auch für die möglichen Öffnungen von Schulen. Hier wäre eine Orientierung an einem bundeseinheitlichen System, bei welchen Inzidenzwerten welche Schritte folgen, wichtig gewesen. 

Man wird auch zu bedenken haben, dass das Virus nicht verschwindet, sondern uns auf Dauer belasten wird, auch wenn die Impfungen den Schrecken hoffentlich bald flächendeckend reduzieren.

Die Menschen, aber auch die Wirtschaft, sind zunehmend erschöpft und brauchen eine Zukunftsperspektive. Auch wenn derzeit noch niemand genau wissen kann, wie sich das Infektionsgeschehen entwickeln wird, muss es klare Linien geben. Wir erwarten, dass Bund und Länder rasch zu einem deutlicheren und gemeinsamen Weg zurückfinden. Die Vereinbarung, den Einzelhandel bei einer stabilen Inzidenz von unter 35 unter Auflagen wieder zu öffnen ist ein Hoffnungssignal, das in die richtige Richtung weist.

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