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Corona-Tests

2021-02-23
Schnell- und Eigentests wichtiger Baustein in einer Öffnungsstrategie
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Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hält es für wichtig und richtig, jetzt eine flächendeckende Schnell- und Eigenteststrategie in Deutschland zu etablieren. Dabei ist die Beschaffung und eine solide Organisation flächendeckend erforderlich.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hält es für wichtig und richtig, jetzt eine flächendeckende Schnell- und Eigenteststrategie in Deutschland zu etablieren. Ein Blick nach Österreich zeigt, dass der Nachweis eines negativen Schnelltests sehr gut mit Öffnungsperspektiven (Restaurants, Konzerte, Museen oder Friseure) verbunden werden kann. Längerfristig könnten so auch Hotelaufenthalte wieder möglich werden. Das ist allerdings eine große organisatorische Herausforderung, die nicht mal eben durch eine Ankündigung auf Bundesebene auf den Weg gebracht werden kann. Es gibt gute Beispiele, wie etwa den Kreis Böblingen, wo in Zusammenarbeit mit Ärzten und Apothekern seit mehreren Wochen Schnellteststraßen etabliert sind und sich dies positiv auf die Inzidenzentwicklung vor Ort auswirkt. In Bad Kreuznach werden seit einiger Zeit dem Kita-Personal regelmäßig Schnelltests angeboten.

Bund und Länder müssen jetzt klar sagen, bis wann sie wie viele und welche Schnelltests beschaffen können und wie die Verteilung in den Ländern auf den Weg gebracht wird. Dazu gehört auch, dass die Zusage des Bundes, er werde die Kosten übernehmen, sowohl im Hinblick auf Beschaffung als auch im Hinblick auf Organisation konkretisiert wird. Nachdem wir leider noch immer im Schneckentempo impfen steht nicht zu erwarten, dass die Schnellteststrategie mit ICE-Geschwindigkeit umgesetzt wird. Das sollte man den Bürgerinnen und Bürgern dann auch ehrlich sagen und nicht Erwartungen schüren, die am Ende zu Enttäuschung führen.

Eventuell muss man auch bei den Schnelltests eine Priorisierung etwa für Kitas und Schulen vorsehen. Gleichzeitig muss jetzt ein solides, einfaches und unbürokratische Verfahren für den Zeitpunkt entwickelt werden, wenn die Selbsttests zugelassen werden. Hier sollte man von Beginn an auf digitale Lösungen setzen. Das könnte zum Beispiel bedeuten, dass von dem negativen Eigentest ein Screenshot an eine zentrale Stelle gesendet wird, die dann das negative Testergebnis für eine Dauer von 72 Stunden bestätigt. Gerade weil wir alle wissen, dass wir wahrscheinlich auf Dauer mit dem Corona-Virus leben müssen ist es sinnvoll, jetzt alle Ansätze zu nutzen, um wieder ein möglichst normales Leben führen zu können.

(Ein Statemtent von DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg)

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