Nr. 116 - gestaltung des demografischen Wandels

Der demografische Wandel hat Auswirkungen auf nahezu alle Politikbereiche einer Stadt und ist längst keine Frage mehr, die sich bloß auf die Sparten Senioren- oder Familienpolitik beschränkt. Niemand zieht in Städte und Gemeinden, in denen die Schulen und Kindergärten schließen müssen, kulturelle Angebote und Freizeitmöglichkeiten fehlen und der Einzelhandel sich zurückzieht. 

Der demografische Wandel bietet auch Chancen. Wir werden zukünftig anders leben und arbeiten. Auch das bürgerschaftliche Engagement wird zukünftigen einen anderen Stellenwert erlangen. Man sollte diese Entwicklung nicht mit dem Begriff ,,Ausfallbürge“ ablehnen. Wenn sich die Einwohnerinnen und Einwohner zusammenschließen damit das Schwimmbad erhalten bleiben kann, dann schafft dieses nicht nur Gemeinschaft, sondern auch bei den engagierten Bürgerinnen und Bürgern ein befriedigendes Gefühl, etwas Gutes zu tun. Bürgerschaftliches Engagement bedeutet Rückbesinnung auf gemeinschaftliche Werte.

Der demografische Wandel wird neben der Energiewende das zentrale Großprojekt unseres Landes sein. Von daher ist es richtig, dass die Bundesregierung das Thema mit der Demografiestrategie aufgreift. Dies geschieht allerdings nicht isoliert. Viele Städte und Gemeinden haben bereits begonnen, unterschiedliche kreative Lösungen zur Gestaltung des demografischen Wandels zu entwickeln. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Auch in den Bundesländern wird in unterschiedlicher Weise auf den demografischen Wandel reagiert. Es ist zwingend notwendig, dass Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen und wir zu abgestimmten Maßnahmen kommen.

Mit der vorliegenden Dokumentation sollen die zahlreichen Beispiele der Städte und Gemeinden zur Gestaltung des demografischen Wandels dargestellt werden.

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