Zum dritten Jahrestag der Ziele für nachhaltige Entwicklung

In Deutschland gehen Kommunen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele voran. Zahlreiche Kommunen haben sich zur Umsetzung der Agenda 2030 bekannt und weitreichende Maßnahmen ergriffen. Daneben gibt es lokal viele Initiativen, die auf unterschiedliche Art und Weise mit den Kommunen zusammenarbeiten und sich dem Thema Nachhaltigkeit und seit einigen Jahren explizit der Umsetzung der Agenda 2030 widmen. Dieses Engagement gilt es weiter und stärker zu fördern.

Zu diesem Zwecke hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund verschiedene Produkte entwickelt, die Kommunen für die Umsetzung der Agenda 2030 gewinnen, Ideen geben und bei der Evaluierung unterstützen können. Hervorgehoben werden sollen hier die „SDG-Indikatoren für Kommunen“, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städtetag, Deutschen Landkreistag, difu, BBSR, der Bertelsmann Stiftung und mit finanzieller Unterstützung der Engagement Global entstanden sind. Sie erlauben es Kommunen über ein Baukastensystem öffentlich verfügbare Daten zu relevanten Indikatoren der SDGs zu erhalten. Somit wurde ein Tool entwickelt, dass es den Kommunen erlaubt, ihren eigenen Stand und Fortschritt bei der Umsetzung der SDGs zu ermitteln und zielgerichtet auf die Umsetzung hin zu arbeiten.

Seit dem Inkrafttreten der Agenda 2030 wurden von Bundes- und Landesseite zahlreiche Förderungen und Programme zu ihrer Umsetzung auf den Weg gebracht oder existierende Förderungen auf die Agenda 2030 abgestimmt. Dieses Engagement von Bundes- und Landesseite ist ausdrücklich zu begrüßen. Dennoch besteht hier Optimierungspotential: Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 sind durch große gegenseitige Bedingung geprägt. Die Ziele können nur als Einheit vollständig erreicht werden, da die einzelnen Ziele eng miteinander verbunden sind. Hier besteht die Möglichkeit, Synergieeffekte zu nutzen und triggern. Diese Synergieeffekte gilt es nutzbar zu machen, indem eine zentrale Anlaufstelle geschaffen wird, die zu allen Förderungen, die sich auf die Agenda 2030 beziehen, beraten kann. So wird es möglich, dass zum Beispiel bei Vorhaben zum Städtebau (unter Ziel 11) auch Aspekte des Armutsrisikos, bspw. durch steigende Mieten (Ziel 1) oder Umweltschutzmaßnahmen (Ziele 13, 14, 15) flankierend beworben und auf vorhandene Förderungen hingewiesen werden kann.

Die Umsetzung der Agenda 2030 kann nur gemeinsam mit den Kommunen gelingen. Viele Kommunen haben sich schon auf den Weg gemacht. Jetzt gilt es, das vorhandene Engagement zu verstetigen und auszubauen und weiter intensiv für die kommunale Umsetzung der Agenda 2030 zu werben.

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(Bild: Ziele für Nachhaltige Entwicklung)