Statement

Grundwasser schützen – Aktives Wassermanagement etablieren

„Der Gefahr von Wasserknappheit aufgrund langanhaltender Hitzeperioden müssen wir daher aktiv begegnen. Der Klimawandel wird zu einer Verschärfung der Situation beitragen. Um die kommunale Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern, brauchen wir ein Umdenken hin zu einem aktiven Wassermanagement“, so Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des DStGB.

Neben einem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser im Privatbereich sollte auch Regenwasser nicht gleich in Abwasserkanäle abgeleitet, sondern aufgefangen und nutzbar gemacht werden. Die Anlage von Versickerungsflächen und neuen Regenwasserspeichern kann dazu beitragen, den natürlichen Wasserhaushalt zu stärken und auch das Mikroklima in bebauten Bereichen zu verbessern. Dies trägt im Ergebnis auch zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in Innenstädten und Ortskernen bei und ist ein wichtiger Beitrag gegen Hitze und deren Folgen, unter denen insbesondere ältere Menschen leiden.

Wenn die Grundwasserstände weiter sinken, vertrocknen auch die für den Kampf gegen den Klimawandel wichtigen Wälder. Um dies zu verhindern, ist ein bewussterer Umgang mit der Ressource Grundwasser erforderlich. Neben einer sorgfältigen Kontrolle von Entnahmemengen müssen auch Bewässerungen, etwa in der Landwirtschaft, grundwasserangepasst durchgeführt werden.

„Interessenkonflikte bei der Trinkwasserversorgung müssen wir zukünftig klar lösen. Wo nicht genug Wasser für alle Abnehmer vorhanden ist, muss die öffentliche Trinkwasserversorgung Vorrang vor anderen Nutzungen haben. Eine gute, sichere und bezahlbare Trinkwasserversorgung ist ein hohes Gut, dass wir auch für künftige Generationen schützen müssen“, so Landsberg.

Grundwasser muss aber nicht nur mengenmäßig, sondern auch qualitativ geschützt werden. Es ist daher erforderlich, dass die Nationale Wasserstrategie des Bundes konsequent fortentwickelt wird. Insbesondere dass Vorsorge- und Verursachungsprinzip muss im Hinblick auf die Gewässergüte  konsequent beachtet und weiter gestärkt werden, damit die Belastungen des Grundwassers durch Einträge von Nitrat, Mikroplastik oder auch Arzneimitteln zukünftig möglichst an der Quelle vermieden werden.

Der Weltwassertag am 22. März erinnert alljährlich an die große Bedeutung des Wassers. Der diesjährige Weltwassertag steht unter dem Motto: „Groundwater: Making the Invisible Visible“ – „Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz“.

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