Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Marketing, Innenstadtbelebung, Nahversorgung, Fachkräftegewinnung, Gründungsförderung, Mut, Kooperationsbereitschaft – Mit der neuen Ausgabe der Stadt und Gemeinde digital nehmen wir die Vielfalt lokalen Wirtschaftens in den Blick und schauen vor allem auf die Gestaltungsmöglichkeiten der „kommunalen Schaltzentralen“.
„Die Aufgabe der kommunalen Wirtschaftsförderung liegt im Verwandeln der Chance.“ Wenn Startups vor Ort zu kommunalen Innovationstreibern werden sollen, braucht es nicht selten einen Dolmetscher. Christoph Meineke, Bürgermeister a.D. von Wennigsen und Geschäftsführer der Metropolregion Hannover, berichtet aus beiden Welten und benennt Erfolgsfaktoren: Neugierde institutionalisieren, klare Ansprechpartner mit Befugnissen benennen, das Ökosystem aktiv mit bauen, Fehlerkultur ernst nehmen und die Kommunen als Erstkunden gewinnen.
Über Erfolgsfaktoren am Beispiel von Stadtentwicklungsprojekten schreibt auch Siw Foge von der Kleinstadt Akademie: „Einer davon ist der signifikante Einfluss der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters als handelnde Person, die Prozesse prägt, Akteure zusammenbringt und Projekten Gewicht verleiht.“
„Kommunen sind heute längst nicht mehr nur Verwaltungen, sondern Standortgestalter.“ Es sei nicht der Arbeitsplatz, sondern vielmehr das Lebensumfeld, für das sich Fachkräfte entscheiden. Im Interview unserer Reihe „Kommune international“ plädiert Bürgermeister a.D. Patrick Koch, für mehr Zusammenarbeit vor Ort mit Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Wohnungswirtschaft und Zivilgesellschaft, um mehr Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen.
Aus dem Netzwerk REGIOKommune berichtet Andrea Winter vom Bundesverband der Regionalbewegung. Regionale Ernährungspolitik ist aktives Standortmarketing, so die Autorin: „Regionale Nahversorgungsstrukturen übernehmen neben ökonomischen und ökologischen auch unschätzbar wichtige gesamtgesellschaftlich-soziale Funktionen.“
Vom Mut, Bewährtes zu teilen: Robert Kampik, Nina Schiegl und Annalena Schmidt-Faber von Re:Form / ProjectTogether wollen praxiserprobte kommunale Lösungen sichtbar machen, Mut machen und zur Nachahmung einladen. Wie das? Indem gute Ideen mit dem „Bewährt vor Ort“ Siegel oder dem Ko-Pionier-Preis ausgezeichnet werden. „So entsteht Schritt für Schritt ein gemeinsames Bild davon, wie eine zukunftsfähige, kooperative Gesellschaft aussehen kann.“ – Jetzt bewerben und nachahmen!
Auch in der Ausgabe 02/2026:
- Identifikation mit der Stadt und den ortsansässigen Firmen stärken: Über digitale Sachbezugskarten zur Stärkung der regionalen Wirtschaft berichtet Adrian von Nostitz (givve) am Beispiel der DinklageCard
- Gemeinsamer Einsatz für Vielfalt und Biodiversität: Auszeichnung für die „Berliner Infrastruktur-Riesen“ (Dr. Corinna Hölzer, Stiftungsleitung Stiftung für Mensch und Umwelt)
- „Lokal wirtschaften heißt lokal erleben“ – Bericht über die Deutschlandstudie Innenstadt (Roland Wölfel, CIMA)
- Das 30 Hektar-Ziel: Kommunale Planungskompetenzen stärken (Bernd Düsterdiek, DStGB)
- Kommunale Gründungsförderung als Motor regionaler Entwicklung – Bericht von der Regionalpolitischen Jahrestagung in Halle von Jan Strehmann (DStGB)
- Und vieles mehr.
