Erfolgreich CO2 sparen: Neun Kommunen haben Klimaschutzpreis erhalten

Preisverleihung "Kommunaler Klimaschutz 2011

Ausgerufen hatte den Wettbewerb das Bundesumweltministerium in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und den beiden anderen kommunalen Spitzenverbänden sowie der „Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz" beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu). Der Deutscher Städte- und Gemeindebund war mit seinem Ersten Vizepräsidenten, Herrn Oberbürgermeister Christian Schramm, Bautzen, aktiv, auch als Laudator in der Veranstaltung vertreten.

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen überreichte die Preise persönlich. Er erklärte: „Ohne das Engagement von Städten, Gemeinden und Landkreisen wäre die Energiewende nicht möglich. Viele Kommunen tragen heute schon aktiv zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Ausbau der erneuerbaren Energien bei. Sie zeigen in einer Vielzahl von Erfolgsgeschichten, dass Klimaschutz vor Ort möglich ist.“

Kommunen und Regionen konnten sich von Mitte Januar bis zum 31. März 2011 mit ihren Projekten bewerben. Insgesamt wurden 237 Bewerbungen eingereicht. Die Preisgelder von insgesamt 240 000 Euro müssen wieder für Klimaschutzprojekte eingesetzt werden. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der 4. Kommunalkonferenz „Kooperation und Vernetzung - aktuelle Herausforderungen für den kommunalen Klimaschutz“, ausgerichtet vom Bundesumweltministerium und der beim Difu angesiedelten „Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz" in Kooperation mit den kommunalen Spitzenverbänden. 

Die Projekte der Gewinnerkommunen:

Kategorie 1:
Innovative technische und/oder bauliche Maßnahmen für den Klimaschutz in einem kommunalen Gebäude oder einer kommunalen Einrichtung
(92 Bewerbungen, Preisgeld: jeweils 40 000 Euro)

Landkreis Barnim (Brandenburg): „Energieeffizientes Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum ,Paul-Wunderlich-Haus‘“
Mit dem „Paul-Wunderlich-Haus“ hat der Landkreis einen Gebäudekomplex von herausragender nachhaltiger und energieeffizienter Qualität geschaffen, der viele innovative und ökologische Technologien in einem ausgereiften Gesamtkonzept verbindet. Darüber hinaus ermöglicht die Langzeitauswertung der Verbrauchsdaten einen energetisch optimalen Gebäudebetrieb.

Landkreis Görlitz (Sachsen): „Energetische Sanierung des Schulkomplexes Olbersdorf bei Zittau“
Mit der Sanierung des Olbersdorfer Schulkomplexes zeigt der Landkreis Görlitz, dass energetisch effiziente Lösungen auch im Bereich des Denkmalschutzes möglich sind. Die hier gewählten innovativen und besonders energieeffizienten Technologien tragen außerdem dazu bei, ein optimales Lernumfeld zu schaffen.

Gemeinde Hillesheim (Rheinland-Pfalz): „Passivhausprojekt: Bürgerhaus Hillesheim‘“
Mit der energetischen Sanierung einer leerstehenden Scheune in Kombination mit einem Anbau in Passivhausbauweise hat die Ortsgemeinde Hillesheim ein innovatives und energieeffizientes Versammlungsgebäude geschaffen und damit gezeigt, dass auch kleine Gemeinden ökologisch und zukunftsweisend bauen können. Besonders hervorzuheben ist das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die mit rund 8 500 Arbeitsstunden Eigenleistung erheblich zum Erfolg beigetragen haben.

Kategorie 2:
Innovative und vorbildliche Strategien zur Umsetzung des kommunalen Klimaschutzes(73 Bewerbungen, Preisgeld: jeweils 20 000 Euro)

Landeshauptstadt Stuttgart (Baden-Württemberg): „Stadtinternes Contracting“
Mit ihrem „internen Contracting“ hat die Landeshauptstadt Stuttgart ein innovatives und wirkungsvolles Finanzierungsmodell für städtische Projekte zur Energie- und Wassereinsparung entwickelt. Das Budget, mit dem das Amt für Umweltschutz energetische Maßnahmen der städtischen Ämter und Eigenbetriebe vorfinanziert, bleibt durch Rückzahlung der eingesparten Kosten dauerhaft erhalten. Auf diese Weise realisiert die Landeshauptstadt kontinuierlich und unabhängig von der aktuellen Haushaltslage kommunale Klimaschutzmaßnahmen.

Gemeinde Bollewick (Mecklenburg-Vorpommern): „Kooperationsnetzwerk (Bio)Energiedörfer Mecklenburg-Vorpommern“
Die Gemeinde Bollewick hat ein funktionierendes Kooperationsnetzwerk gegründet, das den - insbesondere für einzelne kleine Gemeinden oft schwierigen - Weg zum CO2-sparenden Bioenergiedorf ebnet. Seit 2009 haben sich bereits 68 Gemeinden und verschiedene Organisationen zusammengeschlossen. Da das Netzwerk weiter wächst, profitiert die gesamte Region, und der Umweltschutz wird aktiv gestärkt.

Freie und Hansestadt Hamburg (Hamburg): „Unternehmen für Ressourcenschutz“
Mit ihrem klar strukturierten und fokussierten Programm „Unternehmen für Ressourcenschutz“ motiviert und fördert die Freie und Hansestadt Hamburg kleine und mittlere Unternehmen kontinuierlich bei der Entwicklung und Umsetzung effektiver Klimaschutzmaßnahmen. Die verschiedenen Programmbausteine sowie die Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit fügen sich zu einer passgenauen Strategie zusammen, die in die übergeordnete Hamburger Umweltpolitik eingebunden ist.

Kategorie 3:
Erfolgreich umgesetzte, innovative Aktionen zur Beteiligung und Motivation der Bevölkerung bei der Realisierung von Klimaschutzmaßnahmen
(72 Bewerbungen, Preisgeld: jeweils 20 000 Euro)

Stadt Bad Hersfeld (Hessen): „Bad Hersfeld saniert sich“
Die Altbausanierungskampagne „Bad Hersfeld saniert sich“ ist ein gut durchdachtes und strukturiertes Konzept zur Förderung privater energetischer Gebäudesanierung. Eine gelungene Kombination aus Beratung, Bereitstellung von Gebäudedaten, finanzieller Förderung und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt Bürgerinnen und Bürger beim gesamten Sanierungsprozess. Öffentliche Aktionen und eine umfangreiche Presseberichterstattung sensibilisieren darüber hinaus die Bevölkerung für die Problematik hoher CO2-Emissionen.

Stadt Herten (Nordrhein-Westfalen): „Herten steigt auf - Strukturwandel mit dem Rad erfahren“
Die Stadt Herten motiviert mit ihrer bürgernahen und strategisch ausgerichteten Kampagne Menschen aller Altersgruppen dazu, möglichst viel und möglichst regelmäßig auf das Fahrrad umzusteigen. Die Aktion führt neben der allgemeinen Sensibilisierung für Umweltfragen und Fragen des Strukturwandels zur konkreten Verminderung des CO2-Ausstoßes in der Stadt.

Stadt Karlsruhe (Baden-Württemberg): „Ich mach Klima“
Hinter dem Titel „Ich mach Klima“ verbirgt sich die innovative Idee eines Klima-Vertrages, bei dem sich die Bürgerinnen und Bürger symbolisch und praktisch zum Klimaschutz verpflichten. In einer breit angelegten Mitmachaktion hat die Stadt Karlsruhe die Menschen gezielt angesprochen und mit vielfältigen Aktionen zum praktischen Klimaschutz motiviert. Die Idee der freiwilligen Selbstverpflichtung hat wegweisenden Charakter.

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