Blitzerwarnungen nicht freigeben - Reiner Populismus auf Kosten der Verkehrssicherheit

Quelle: Pixelio / Paul Georg Meister

„Die Freigabe von Blitzerwarnungen würde die Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei und der Kommunen konterkarieren.“, kritisiert DPolG Chef Rainer Wendt. „Ein Autofahrer muss grundsätzlich damit rechnen, dass sein Verhalten im Straßenverkehr überprüft wird. Das ist aber nur gewährleistet, wenn Kontrollen überwiegend überraschend stattfinden. Wenn nun Kontrollen ‚offiziell‘ angekündigt werden, wird der eigentliche Gedanke, der hinter Geschwindigkeitskontrollen steht, ad absurdem geführt.“

Dr. Gerd Landsberg: „Der Vorschlag der Abgeordneten ist reiner Populismus. Offenbar will man ein Jahr vor der Bundestagswahl beim Autofahrer punkten. Erfolgreiche Verkehrssicherheitsarbeit und Unterstützung der Arbeit von Polizei und Kommunen sieht anders aus.“
DPolG und DStGB plädieren dafür, die Verkehrssicherheit grundsätzlich zu stärken. „Wer wirklich etwas für die Verkehrssicherheit tun will, sollte beim Verhalten der Autofahrer ansetzen. Moderne Verkehrsleitsysteme, nachvollziehbare und situationsabhängige Ge-schwindigkeitsregelungen sowie regelmäßige Kontrollen und direkte Ansprachen durch die Polizei mit dem entsprechenden Personal gehören auf jeden Fall dazu.“ sagten Wendt und Landsberg.