Forderungen der Gewerkschaften für die Tarifrunde 2016

Die Gewerkschaften ver.di und dbb haben am 18. Februar 2016 ihre Forderungen für die Tarifrunde 2016 bekanntgegeben. Sie beinhalten Folgendes:

1. Entgelt
Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Tabellenentgelte des TVöD, des TV-V und der an die Tarifentwicklung des TVöD angebundenen TV-N um 6,0 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Die Entgelte der Auszubildenden und Praktikanten sollen um 100,00 Euro monatlich steigen.

2. Auszubildende
Über die Anhebung der Ausbildungsentgelte hinaus fordern die Gewerkschaften für Auszubildende:

•    ihre Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis im erlernten Beruf nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung,

•    die Erhöhung des Erholungsurlaubs auf 30 Arbeitstage im Jahr und

•    einen Arbeitgeberbeitrag zur Steigerung der Ausbildungsqualität (zum Beispiel Ausbildungsmittel, Fahrtkosten).

3. Befristungen
Sachgrundlose Befristungen sollen ausgeschlossen werden.

4. Altersteilzeit
Die Regelungen zur Altersteilzeit sollen über den 31. Dezember 2016 hinaus verlängert werden.

Zeitplan:
Am 21. März 2016 beginnen die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Kommunen und Bund. Verhandelt wird für die rund 2,14 Millionen kommunalen Tarifbeschäftigten sowie für rund 147.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Bundes.

Auf Seiten der Kommunen verhandelt die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Verhandlungsführer ist der Präsident der VKA, Dr. Thomas Böhle, Berufsmäßiger Stadtrat der Landeshauptstadt München.

Neben dem 21. März 2016 sind als weitere Fortsetzungstermine der 11./12. April 2016 sowie der 28./29. April 2016 terminiert.

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