DStGB-Dokumentation

Nr. 158 - Förderung des Radverkehrs in Städten und Gemeinden

Lebenswerte Städte und Gemeinden sind fahrradfreundlich. Viele Kommunalverwaltungen haben in den letzten Jahren Radverkehrsbeauftragte eingestellt, gehen mit Diensträdern und betrieblichem Mobilitätsmanagement selbst beispielhaft voran und errichten moderne Radinfrastruktur, in der Stadt und auf dem Land. Doch es sind gerade die Bürger*innen, die gegenüber der Kommunalpolitik eine noch weitreichendere Stärkung des Radverkehrs einfordern.

Die Förderung des Radverkehrs ist aktiver kommunaler Klimaschutz. Er stellt neben dem umfangreichen Ausbau von ÖPNV und der Verbreitung alternativer Antriebe einen ganz zentralen Baustein einer nachhaltigen Verkehrswende dar. Neben den ökologischen Vorteilen der Verkehrsverlagerung kann eine gut ausgebaute Radinfrastruktur zudem den Tourismus unterstützen und vor allem die Verkehrssicherheit vor Ort erhöhen.

Bisher scheiterte die Umsetzung vieler Pläne zum Ausbau der Radinfrastruktur auch an der Finanzierung. Das hat sich geändert: zum ersten Mal finanziert der Bund flächendeckend Radverkehrsinfrastruktur durch das Sonderprogramm „Stadt und Land“ und legt dabei großen Wert auf die Qualität der Maßnahmen. Nur wenn Radverkehrsnetze sicher, direkt und lückenlos sind, werden viele Menschen, darunter gerade auch Kinder und Ältere, das Rad nutzen.

Mit dieser gemeinsamen Dokumentation, mittlerweile in ihrer dritten und komplett überarbeiteten Auflage, wollen der DStGB und der ADFC die Kommunen gemeinsam weiter motivieren, die Förderung des Radverkehrs voranzutreiben. Die Publikation richtet sich dabei an Verwaltungsmitarbeiter*innen und Kommunalpolitik gleichermaßen. Sie gibt einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten von Städten, Landkreisen und Gemeinden. Hierzu zählen Aspekte der Verkehrssicherheit, zeitgemäße Standards für Radinfrastruktur in der Stadt wie auf dem Land sowie Mitmach-Aktionen, um für einen starken Radverkehr vor Ort zu werben. Übersichten zu Förderprogrammen des Bundes, Regelwerken, Ratgebern und Plattformen für den Wissenstransfer runden die Dokumentation ab.

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