Pressemitteilung

Mehr Mut beim Radwege-Ausbau

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds sagt: „Radverkehrsförderung ist aktive Klimaschutzpolitik und bedeutet keinen Verzicht, sondern ein Mehr an Lebensqualität für uns alle! Es kommt darauf an, die Kommunen klimafreundlich umzubauen. Der Radverkehr kann hierbei ein Treiber sein. Viele Kommunen gehen diesen Weg seit Jahren, haben Radverkehrsbeauftragte eingestellt und fördern den Radverkehr aktiv durch den Bau moderner Radwegnetze, sicherer Abstellanlagen und einen besseren Übergang auf den ÖPNV und SPNV. Mit den zusätzlichen Mitteln für die Radverkehrsförderung besteht die Chance, eine Trendwende für den Radverkehr in allen Kommunen zu schaffen. Dieses Momentum gilt es nun zu nutzen.“

ADFC-Bundesvorstand Verkehr Ludger Koopmann sagt: „Bisher scheiterte die Umsetzung vieler Radwege-Pläne auch am Geld – damit ist jetzt Schluss. Erstmalig finanziert das Bundesverkehrsministerium auch kommunale Radinfrastruktur und legt dabei großen Wert auf Qualität. Denn nur, wenn Radwegenetze sicher, komfortabel und lückenlos sind, werden viel mehr Menschen als bisher das Fahrrad für ihre alltäglichen Wege benutzen. Die Kommune selbst profitiert davon durch mehr Lebensqualität und einen entspannteren Verkehr. Mit unserer Broschüre wollen wir zeigen, dass der fahrradfreundliche Umbau nicht Jahrzehnte dauern muss – und wir wollen Mut machen, den Ausbau der Radwegenetze jetzt wirklich kraftvoll anzugehen.“

Schnell umsetzbare Lösungen sind gefragt

Im Fokus der Dokumentation stehen viele Infrastrukturlösungen, die relativ schnell umsetzbar sind – wie Fahrradstraßen, Modale Filter zur Beruhigung von Wohnquartieren und die vielzitierten „Protected Bikelanes“. Wegen des relativ kurzen Planungsvorlaufs eignen sie sich besonders gut für eine Förderung des Bundes mit dem bis 2023 laufenden „Sonderprogramm Stadt und Land“, so das Autor:innenteam.

Sichere Kreuzungen, Radschnellwege, Fahrradparken – und Kampagnen

Aber auch komplexere Lösungen werden vorgestellt: Radschnellwege für Pendler:innen, Wegweisungs-Systeme für den Radverkehr, Lösungen für das Fahrradparken sowie international erprobte Methoden zur Schaffung sicherer Kreuzungen. Neben der Infrastruktur zeigt die Publikation weitere Möglichkeiten auf, wie Kommunen den Radverkehr vor Ort bewerben und erleichtern können. Kampagnen wie „Stadtradeln“ oder der „ADFC-Fahrradklima-Test“ werden ebenso dargestellt, wie Bikesharing-Systeme und Service-Stationen.

Know how für Planung, Bau und Finanzierung

Ein umfangreicher Wissensteil rundet die Dokumentation von ADFC und Gemeindebund ab. Kommunen finden hier Hinweise zu technischen Regelwerken, Musterlösungen verschiedener Bundesländer sowie Fortbildungs- und Vernetzungsangeboten. Ausführlich werden auch Modelle der Bürgerbeteiligung sowie die Förderprogramme von Bund und Ländern vorgestellt.   

Hinweise an Redaktionen: Die Titelgrafik der Dokumentation sowie weitere Themenfotos und finden Sie in unserem Pressebereich. Die Dokumentation „Förderung des Radverkehrs in Städten und Gemeinden“ gibt es ab dem 27. April 2021 zum Gratis-Download auf der Website des Gemeindebundes.

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Über den Gemeindebund

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund vertritt als kommunaler Spitzenverband über seine 17 Mitgliedsverbände die Interessen von rund 11.000 großen, mittleren und kleineren Kommunen in Deutschland. Er arbeitet parteiunabhängig und ohne staatliche Zuschüsse und sorgt für die Einbeziehung kommunalrelevanter Themen und Positionen in die politischen Entscheidungsprozesse auf Bundesebene.

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