Wettbewerb

Deutscher Fahrradpreis 2016 vergeben

Infrastruktur
In der Kategorie Infrastruktur konnte die Stadt Nürnberg mit dem Projekt „Radständer für die Nordstadt“ den ersten Platz für sich entscheiden. Abstellanlagen sind ein entscheidender Aspekt des Radverkehrs. Zu oft werden Abstellanlagen aber noch „vergessen“ oder im Unklaren gelassen. Anders in Nürnberg, wo durch den intensiven Austausch mit den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie dem Einzelhandel Abstellanlagen in großer Zahl und an den richtigen Stellen aufgebaut wurden. Weitere Nominierungen waren der „eRadschnellweg“  der Stadt Göttingen, der in Zukunft auch in die benachbarten Gemeinden verlängert wird und ein Wohnhaus – das  „Fahrradloft“ – in Berlin.

Service
In der Kategorie Service gewann das Team von „Kiezkaufhaus“ aus Wiesbaden. Mit der Verbindung von komfortablem Online-Handel und umweltbewusster Nahversorgung durch lokale Händler konnte dieser Ansatz. Einzelhandel kann durch Radverkehr, in diesem Falle durch die Verbindung von Radverkehr und Digitalisierung, gewinnen! Den zweiten Platz konnte das Gemeinschaftsprojekt des Zukunftsnetz' Mobilität NRW „Radfahren in der Grundschule“ für sich entscheiden. Den dritten Platz sicherte sich die Hansestadt Rostock mit dem Servicepaket und Kampagne „Rostock steigt auf – Der Service macht’s!“.

Kommunikation
Der Mönchengladbacher Künstler Norbert Krause überzeugte mit seinem außergewöhnlichen Engagement im Projekt „200 Tage Fahrradstadt“ die Jury, vor allem aber die Mönchengladbacher. Unter dem Motto „Vormachen. Mitmachen. Selbermachen.“ hat er es geschafft, die Bürgerinnen und Bürger zu begeistern und die Stadtverwaltung mitzuziehen. Das Fahrrad ist Teil der örtlichen Verkehrspolitik geworden. Auf Platz zwei folgten Dr. Christine Lehmann mit ihrem Blog „Radfahren in Stuttgart“ sowie das „Internationale Festival des Fahrrad-Films“.

Die Gewinner des Deutschen Fahrradpreises 2016 wurden am 25. Februar 2016 im Atlantic Congress Hotel in Essen mit der bundesweiten Auszeichnung geehrt. Vorab wählte eine Expertenjury aus 100 Bewerber in den Kategorien Infrastruktur, Service und Kommunikation neun Projekte aus. Der DStGB war Mitglied der Jury. Der erste Platz jeder Kategorie ist mit 3.000 Euro dotiert.

Die Begründung der Jury für die Preisverleihung ist unter der folgenden Adresse von der Website des Deutschen Fahrradpreises herunterzuladen: http://www.der-deutsche-fahrradpreis.de/fileadmin/bfb_dateien/Downloads_2016/Jurybegruendung2016_final.pdf

Weitere Informationen zum Wettbewerb einschließlich der Gesamtheit aller Bewerbungen erhalten Sie unter www.der-deutsche-fahrradpreis.de

Der DStGB veranstaltet zusammen mit seinen Kooperationspartnern am 15. Juni 2016 in Bingen am Rhein den 2. Deutschen Kommunalradkongress. Ziel ist, durch die Radverkehrsförderung zu lebenswerten Städte und Gemeinden beizutragen!