Der bundesweite Tag der Städtebauförderung macht deutlich, wie wichtig starke Städte und Gemeinden für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Lebensqualität der Menschen sind. Die Städtebauförderung ist und bleibt dabei eines der wichtigsten Instrumente für eine nachhaltige, integrierte und zukunftsfähige Stadt- und Gemeindeentwicklung in Deutschland. Sie stärkt lebendige Ortskerne, schafft bezahlbaren Wohnraum, unterstützt den klimagerechten Umbau unserer Kommunen und fördert das Miteinander vor Ort.
Gerade in Zeiten großer Transformationsaufgaben – vom Klimaschutz über die soziale Integration bis hin zur Schaffung lebenswerter Innenstädte und Gemeinden – ist eine starke Städtebauförderung unverzichtbar. Jeder Euro Städtebauförderung löst dabei ein Vielfaches an weiteren öffentlichen und privaten Investitionen aus. Die Hebelwirkung von rund 1 zu 7 macht die Städtebauförderung zugleich zu einem echten Konjunkturprogramm für die überwiegend regionale Bau- und Wirtschaftskraft. So löst ein Euro öffentlicher Städtebauförderung sieben Euro an privaten Folgeinvestitionen aus.
Vor diesem Hintergrund ist die angekündigte Verdopplung der Städtebauförderungsmittel durch den Bund ausdrücklich zu begrüßen. Dieses wichtige Signal zum Tag der Städtebauförderung darf angesichts der aktuellen Haushaltsdebatten nicht wieder infrage gestellt werden. Städte und Gemeinden brauchen Planungssicherheit und verlässliche Unterstützung, um die großen Zukunftsaufgaben vor Ort bewältigen zu können.
Die Gestaltung unserer Städte und Gemeinden prägt maßgeblich die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger sowie ihr Vertrauen in Staat und Gesellschaft. Attraktive öffentliche Räume, funktionierende Nachbarschaften und eine gute soziale Infrastruktur stärken Identifikation, Zusammenhalt und demokratische Teilhabe. Städtebauförderung ist daher weit mehr als Baupolitik – sie ist eine Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt und in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.
