Forum II: Kommunen und Energiewende

Im Rahmen des gut besuchten Fachforums „Kommunen und Energiewende“ wurde mit Blick auf die Energieversorgung der Zukunft und die bevorstehenden Aufgaben für alle beteiligten Akteure die verschiedenen Perspektiven, Weichenstellungen und die zentralen Fragen bei der Umsetzung der Energiewende unter der Leitung von Frau Dr. Praetorius, Verband kommunaler Unternehmen, erörtert und diskutiert. 

Roland Schäfer, Bürgermeister der Stadt Bergkamen und erster Vizepräsident des DStGB, hob bereits zu Beginn der Diskussion die besondere Rolle der Städte und Gemeinden in dem Energiewendeprozess hervor. Sie sind die „Planer und Entscheider“ der Energiewende. Er sprach offen über Herausforderungen der Energiewende, betonte jedoch, dass dem vor allem auch erhebliche Chancen gegenüber stünden. Der entscheidende Punkt sei, die Bürger und Bürgerinnen in dem Prozess mitzunehmen.

Dem stimmte auch Herrn Christoph Kahlen, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Thüga AG, zu, der vor einer „Strompreishysterie“ warnte, die zur Verunsicherung der Bürger beitrage. Die Debatte um die Preise müsse mit mehr Sachlichkeit geführt werden. Dasselbe müsse für das Thema der Versorgungssicherheit gelten.

Herr Ludwig Einhellig, Manager der Industriegruppe Energy &Resources, hob dabei mit Zustimmung der übrigen Teilnehmer hervor, dass es vor allem besserer Investitionsbedingungen für den Bau und den Betrieb neuer, flexibler Gaskraftwerke bedarf, um die Energieversorgung zu jeder Zeit sicherzustellen. Er hielt ein Plädoyer für die dezentrale Energieversorgung, die verbrauchsnah und nachhaltig organisiert werden könne.

Torsten Krüger, Bürgermeister der Stadt Langen, hob hervor, dass die Kommunen die Herausforderungen der Energiewende annehmen und nahm dabei Bezug auf das innovative Energiekonzept der Stadt Langen, das sich auf Energieeffizienzmaßnahmen im Bereich der LED-Straßenbeleuchtung bezieht. Er betonte, dass es besserer Finanzierungsbedingungen für solche innovative Ansätze geben müsse.

Herr Brockmann von der KfW Bankengruppe forderte ein besseres Management aller Beteiligten in der Energiewende. Die Umstellung des Energiesystems stelle alle beteiligten Akteure vor enorme Herausforderungen.
Im Fokus der weiteren Diskussion stand das Erfordernis des Aus- und Umbaus der Netzinfrastruktur, der Flexibilisierung der Netzinfrastruktur und dringend erforderliche Speicher. Neue, moderne und umweltfreundliche Kraftwerkspark seien in der Lage, die Energieversorgung langfristig zu sichern. Um die Energiewende und den Paradigmenwechsel in der Energieversorgung zu einem Erfolg zu führen, ist vor allem der Aus- und Umbau der Infrastrukturen notwendig.

Städte und Gemeinden bräuchten vor allem die entsprechenden Rahmenbedingungen, um die Herausforderungen der Energiewende erfolgreich angehen zu können!

Weitere Infos