Flüchtlingslager in den Herkunftsländern: Baustein in einer europäischen Flüchtlingspolitik
Bild: Initiative Echte soziale Marktwirtschaft / pixelio.de

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert ein stärkeres Engagement Europas in der Flüchtlingspolitik. Zurzeit nehmen noch nicht einmal die Hälfte der 28 Mitgliedstaaten Flüchtlinge auf. Die meisten Flüchtlinge kommen nach Deutschland. 

Gleichzeitig werden wir die dramatischen Flüchtlingsströme nur dann bewältigen können, wenn wir den Menschen auch in den Herkunftsländern deutlich besser und gezielter helfen. Insoweit ist es durchaus denkbar, dass die Europäische Union mit den Herkunftsländern verbindliche Vereinbarungen trifft, damit den Flüchtlingen in den Herkunftsländern oder in den Nachbarstaaten vor Ort besser unter humanitären Standards geholfen werden kann. Das wäre zugleich ein wirksamer Beitrag, um die lebensgefährlichen Überfahrten über das Mittelmeer zu reduzieren und die Schleuserkriminalität zu bekämpfen.

Dieser Prozess wird sicher nicht von heute auf morgen umzusetzen sein, denn das setzt das Bekenntnis voraus, dass wir eine Europäisierung der Flüchtlingspolitik brauchen.

Dabei können sogenannte Flüchtlingslager in den Herkunftsgebieten ein Baustein sein. Zusätzlich ist eine gerechte Verteilung insbesondere der Bürgerkriegsflüchtlinge unter allen europäischen Ländern notwendig. Selbstverständlich wird man dabei die Größe, die Wirtschaftskraft und die allgemeine Situation des jeweiligen Landes zu berücksichtigen haben.

Europa muss sich zu gleichen humanitären Standards verpflichten, um den Flüchtlingen eine gesicherte Lebens- und Integrationsperspektive zu bieten.

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