Kommunale Innovationen

27 Lösungen erhalten „Bewährt vor Ort“-Siegel

  • Eine unabhängige Jury aus Verwaltungspraktiker:innen und Fachleuten aus Zivilgesellschaft und Stiftungen hat 27 kommunale Innovationen in vier Themenbereichen mit dem Siegel „Bewährt vor Ort” ausgezeichnet.
  • Der Ko-Pionier-Preis unter der Schirmherrschaft der Föderalen IT-Kooperation (FITKO) ging an 9 Verwaltungen, die Lösungen anderer übernommen und erfolgreich an die eigenen Strukturen angepasst haben.
  • Verliehen werden Siegel und Preis am 16. und 17. September 2026 auf dem KGSt-FORUM in Leipzig.

Leipzig/Berlin, 16. September 2026. Die kommunale Ebene ist das Fundament unseres Staates. Hier zeigt sich für die Menschen unmittelbar, ob der Staat handlungsfähig ist: beim Termin im Bürgeramt, bei der Suche nach bezahlbarem Wohnraum, beim Zugang zu Gesundheitsangeboten, im Zusammenleben in der Nachbarschaft. Städte, Gemeinden und Landkreise entwickeln dafür täglich eigene Antworten, oft gemeinsam mit Vereinen, Initiativen und Unternehmen. Was dabei entsteht, bleibt aber oft unbekannt. Dabei muss nicht jede Kommune für dasselbe Problem eine eigene Lösung erfinden. Genau hier setzen zwei Auszeichnungen an, die auf dem KGSt-FORUM in Leipzig vergeben werden. Das Siegel „Bewährt vor Ort” würdigt kommunale Innovationen, die sich im Alltag bewährt haben. Dabei muss das Rad nicht immer neu erfunden werden; Der Ko-Pionier-Preis würdigt deshalb Verwaltungen, die eine bewährte kommunale Lösung übernehmen und an ihre eigenen Bedingungen anpassen.

27 Lösungen erhalten das Siegel „Bewährt vor Ort”

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und Re:Form, die Allianz für den Staat von morgen, initiiert von ProjectTogether, haben das Siegel zum dritten Mal vergeben. Dieses Jahr auch in Zusammenarbeit mit der KGSt. Über die Auszeichnung entschied eine unabhängige, überparteiliche Jury aus erfahrenen Verwaltungspraktiker:innen und Fachleuten aus Zivilgesellschaft und Stiftungsbereich. Maßstab waren Übertragbarkeit, Innovationskraft und Nachhaltigkeit. Ausgezeichnet wurde in vier Kategorien:

  • Zukunftsfähiges Bauen und Wohnen: 5 ausgezeichnete Lösungen für bezahlbares und nachhaltiges Wohnen, von Wohnraumaktivierung bis zur Wärmewende im Bestand.
  • Gesund leben in einer Welt im Wandel: 8 ausgezeichnete Lösungen für Prävention, Gesundheitsförderung und niedrigschwellige Beratung vor Ort.
  • Nachbar:innen werden: 8 ausgezeichnete Lösungen, die Zusammenleben, Teilhabe und Selbstwirksamkeit im Quartier stärken.
  • Verwaltung als Partnerin - Koproduktion vor Ort: 6 ausgezeichnete Lösungen für die strukturierte Zusammenarbeit von Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft.

9 Verwaltungen mit dem Ko-Pionier-Preis ausgezeichnet

Zum zweiten Mal geht der Ko-Pionier-Preis an Verwaltungen, die erfolgreiche Ansätze anderer Kommunen nachgenutzt und weiterentwickelt haben. Der Preis wird unter der Schirmherrschaft der FITKO von Zehra Öztürk gemeinsam mit NExT e. V., Fraunhofer FOKUS, KGSt, Deutscher Landkreistag, ZenDis, govdigital und Re:Form (ProjectTogether) in drei Kategorien vergeben:

Digitalisierung der Verwaltung: 3 ausgezeichnete Verwaltungen, die durch die gezielte Nachnutzung bewährter digitaler Prozesse aus anderen Verwaltungen ihre eigenen Abläufe verschlankt, vereinfacht und digitalisiert haben.

  • Gesellschaftlicher Zusammenhalt: 3 ausgezeichnete Verwaltungen, die durch die Nachnutzung innovativer Ansätze aus anderen Verwaltungen den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.
  • Offene Standards und Open Source: 3 ausgezeichnete Verwaltungen, die durch die Nachnutzung von Lösungen auf Basis offener Standards oder Open-Source-Software einen Beitrag zu Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Wiederverwendbarkeit in der Verwaltung leisten.

Hinzu kommt der Sonderpreis für besonderes Engagement zur Nachnutzung, mit dem Dr. Jonas Borstelmann vom Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, ausgezeichnet wird sowie der Publikumspreis „Nachnutzung der Herzen”, über den in einer öffentlichen Abstimmung entschieden wird.

Hintergrund

Das Siegel „Bewährt vor Ort” wurde 2024 erstmals verliehen, initiiert von Re:Form und dem Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB). Insgesamt tragen es nun 63 Lösungen aus ganz Deutschland. Ausgezeichnet werden konkrete Projekte, veränderte Verwaltungspraktiken und neue Kooperationsmodelle, ob aus der Kommunalverwaltung selbst, aus zivilgesellschaftlichen Organisationen oder von Social Start-ups.

Der Ko-Pionier-Preis wurde 2025 von Zehra Öztürk und Robert Kampik initiiert und richtet den Blick auf die nachnutzenden Organisationen. Ausgezeichnet werden Verwaltungen, die bestehende Lösungen anderer Verwaltungen übernommen und an die eigenen Rahmenbedingungen angepasst haben. Der Preis richtet den Fokus damit nicht auf die Entwicklung neuer Ansätze, sondern auf deren Übertragung in andere Verwaltungen. Beide Auszeichnungen verfolgen dasselbe Ziel: eine offene, experimentierfreudige Lernkultur im öffentlichen Sektor.

Alle ausgezeichneten Lösungen, die Jurys und die Kriterien: 

Bewährt vor Ort: www.reform-staat.org/bewaehrt-vor-ort/ 

Ko-Pionier-Preis: www.reform-staat.org/experiments/ko-pionier-preis/

Partner:innen von Bewährt vor Ort:

Re:Form, ProjectTogether, Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB), Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt)

Partner:innen des Ko-Pionier-Preis: 

Föderale IT-Kooperation (FITKO, Schirmherrschaft), Re:Form, ProjectTogether, KGSt, Tagesspiegel Background, DStGB, Deutscher Landkreistag, Deutscher Städtetag, NExT e. V., govdigital, ZENDIS, Fraunhofer FOKUS

Pressekontakt ProjectTogether: Johannes Tödte, jtoedte@projecttogether.org

Pressekontakt DStGB: Alexander Handschuh, alexander.handschuh@dstgb.de, Tel. 030.773.072.53

Pressekontakt KGSt: Martina Senekowitsch, martina.senekowitsch@kgst.de

Über Re:Form: Re:Form ist eine Allianz für den Staat von morgen und bringt Verwaltungspionier:innen aus Bund, Ländern und Kommunen zusammen. Gemeinsam erproben sie die Instrumente und Methoden, die heute schon den Staat von morgen verwirklichen. Re:Form ist eine Initiative der gemeinnützigen Organisation ProjectTogether und wird von der Stiftung Mercator gefördert. www.reform-staat.org

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