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Ergebnisse der Studie zum kommunalen Zins- und Anlagenmanagement

Mit Blick auf die Zinsen kann festgehalten werden, dass der Erhalt der Zinsersparnis sowie vor allem die Zinssicherheit von zentraler Bedeutung ist. Ein aktives Zins- und Schuldenmanagement ist in den Kommunen weit verbreitet. Weniger als die Hälfte der Kommunen agieren dabei portfolio-, etwas mehr als die Hälfte einzelkreditorientiert. Interkommunale Kooperationen werden von den Kommunen im Zins- und Schuldenmanagement bislang nur in geringem Maße genutzt. Die Studie zeigt auch, dass Nachhaltigkeitskriterien kreditgebender Institute bei der Kreditaufnahme derzeit noch keine sonderliche Rolle spielen.

Aus dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld resultieren auf der Anlageseite für die Kommunen Vermögenseinbußen. Die Städte und Gemeinden reagieren hierauf mit längerfristigen und festverzinslichen Anlagen. Eine Fokussierung auf risikoreichere Anlagen erfolgt hingegen nicht. Feststellbar ist jedoch, dass die befragten Kommunen gezielt investive Ausgaben tätigen und damit eine Umschichtung des Vermögensportfolios in Sachwerte und Immobilien vorantreiben. Auch auf der Anlageseite ist die Erfahrung mit nachhaltigen Investments noch relativ gering. Gleichwohl konnte festgestellt werden, dass die Bedeutung nachhaltiger Investments mit steigendem Finanzvermögen zunimmt, dies gilt insbesondere für Kommunen mit einer Anlagerichtlinie.

Ferner wurde auch nach der Nutzung von Online-Kreditvermittlungsplattformen gefragt. Insbesondere höher verschuldete Kommunen nutzen diese Plattformen verstärk, was insofern nicht verwunderlich ist, da hier auch die Notwendigkeit einer breiteren Angebotsübersicht zur Fremdfinanzierung besteht.

Die vom Deutschen Städte- und Gemeindebund unterstützte Studie wurde vom „KOWID – Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge“ erstellt und erfolgte in Kooperation mit der ING, komuno und Giro Solution (Sparkassen-Finanzgruppe).

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Foto: © Erwin Wodicka - wodicka(at)aon.at - Fotolia.com

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