Der Sommer 2026 hat mit Rekordtemperaturen von über 40 Grad, langanhaltender Dürre sowie massiven Waldbränden erneut gezeigt: Die Folgen des Klimawandels sind in unseren Städten, Kreisen und Gemeinden längst Realität. Auch der jüngste Bericht des Weltklimarates bestätigt, dass die Klimarisiken für Mensch und Umwelt auch in Deutschland rasant zunehmen. Klimaanpassung ist damit keine Zukunftsaufgabe mehr, sondern eine drängende Gegenwartsaufgabe, die jetzt vor Ort umgesetzt werden muss.
Die Woche der Klimaanpassung 2026 zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und engagiert Städte und Gemeinden, soziale Einrichtungen und weitere Akteure bereits heute handeln – ob beim Ausbau blau-grüner Infrastrukturen, der Entsiegelung von Flächen, der Erstellung und Umsetzung von Hitzeaktionsplänen oder der Anpassung der Wasserversorgung anzunehmende Knappheiten. Besonders wichtig ist dabei der Blick auf vulnerable Gruppen. Ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder sind von Hitze und ihren Folgen besonders betroffen, weshalb passgenaue Förderung, Beratung und auch bauliche Maßnahmen, etwa für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, unerlässlich sind. Zudem darf nicht aus dem Blick geraten, dass nicht nur der Hitzeschutz, sondern auch der Schutz vor Starkregenereignisse und Überschwemmungen weiterhin ein gezieltes und vorbeugendes Handeln erfordert.
Kommunen können die Aufgabe Klimaanpassung allerdings nicht allein stemmen. Umso wichtiger ist das diesjährige Motto „Gemeinsam für Klimaanpassung“. Unsere Kommunen benötigen beim Thema Klimaanpassung eine planbare und langfristige finanzielle Unterstützung durch Bund und Länder. Klimaanpassung und auch Klimaschutz sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die gemeinsam angepackt werden müssen. Angesichts eines jährlichen kommunalen Investitionsbedarfs von mindestens 8 Milliarden Euro ist die vom Bund angekündigte Prüfung einer neuen Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung im Grundgesetzdaher ausdrücklich zu begrüßen – jetzt gilt es, dieses Vorhaben auch zügig umzusetzen.
