Um die kommunale Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern, müssen konkrete Maßnahmen zur flächendeckenden Sicherstellung der Wasserversorgung ergriffen werden. Mit Blick auf die Trinkwasserversorgung ist ein aktives Wassermanagement erforderlich. Das bundesweite Niedrigwasserinformationssystem im Rahmen der Nationalen Wasserstrategie des Bundes ist daher zu begrüßen. Die zur Verfügung gestellten Daten können die Behörden vor Ort als Entscheidungsgrundlage nutzen, um akuten Wassermangel möglichst präventiv zu vermeiden.
Nach wie vor gilt: Wo nicht genug Wasser für alle Abnehmer vorhanden ist, muss die öffentliche Wasserversorgung stets Vorrang haben. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sollte mit Blick auf Hitze- und Dürreperioden insbesondere der Ausbau von lokalen Wasserspeichern, aber auch der Bau von modernen, klimaneutralen Verbundstrukturen mit benachbarten Trinkwasserversorgern verstärkt in den Blick genommen werden. Auch die Landwirtschaft ist aufgerufen, schon beim Anbau auf Pflanzen zu setzen, die mit weniger Wasser auskommen. Je nach Region werden wir auch zusätzliche Verbundnetze und Fernleitungen benötigen, um regionale Unterschiede bei der Wasserverfügbarkeit auszugleichen.
In Hitze- und Dürreperioden muss auch die Bevölkerung weiterhin auf freiwilliger Basis zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem kostbaren Gut Trinkwasser angehalten werden. Dies betrifft etwa das Rasensprengen oder die Befüllung privater Pools. Nur so kann eine Anordnung von temporären Nutzungsbeschränkungen als letztes Mittel verhindert werden.
